„Ich will aber!“ – Kinder in der Trotzphase

Bild: Björn Rauscher/pixelio.de

Wenn Kinder in die Trotzphase geraten, stellt dies für Eltern eine ganz besondere Herausforderung dar. Besonders, wenn das Kind wieder einmal eine dieser berühmten Bockanfälle in einem voll besetzten Zug oder Bus oder an der Kasse des Supermarktes zelebrieren, liegen bei Vater und Mutter ganz schnell die Nerven blank.

Aller Kinder kommen in die Trotzphase, ob es den Eltern nun gefällt oder nicht. Am allerwichtigsten ist in dieser Zeit sicherlich sich starke Nerven zuzulegen und vor allem die Wutausbrüche des Kindes niemals persönlich zu nehmen. Kinder versuchen nicht mit Absicht ihre Eltern zu ärgern. Vielmehr ist die Trotzphase ein Zeichen dafür, das die Kinder eine wichtige Entwicklung machen, nämlich die Entdeckung ihrer Selbst.

Im Alter zwischen  eineinhalb und zwei Jahren machen Kinder einen großen Entwicklungsschritt indem sie sich selbst plötzlich als eine eigenständige Person mit einem eigenen Willen erleben. Als solche trachten sie danach, alles selbst meistern zu können und auch zu wollen. Allerdings stoßen die Kinder dabei allzu oft an ihre persönlichen Grenzen, wenn beispielsweise sich der Schuh dann doch nicht allein anziehen lässt, oder die Kraft nicht ausreicht, einen Stock beim Spaziergang aus dem Haufen zu ziehen. Aber auch an die Grenzen, die von den Eltern gesetzt wurden, stoßen die Kinder in dieser Phase immer wieder und können ein Nein nur schlecht bis gar nicht akzeptieren. Die Folge ist einer der berühmten Wut- und Bockanfälle.

Die Kinder sind frustriert und enttäuscht und können auch in ihrer Enttäuschung mit Aggressionen gegen Mutter oder Vater reagieren. In einer solchen Situation ist eine Bestrafung oder Schimpfen sinnlos. Vielmehr sollten Eltern, so schwer es auch fällt, einfach die Nerven behalten und den Wutanfall abwarten.

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