Artikel des Monats April, 2010

Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss ist noch immer zu hoch

Noch immer ist die Zahl der Jugendlichen in Deutschland zu hoch, die die Schule ohne Abschluss verlassen haben. Zwar ist die Zahl im Jahr 2009 im Vergleich zum Jahr davor um ein Viertel gesunken, doch waren es immer noch 60.000 Jugendliche. Damit diese Zahlen weiterhin sinken, will jetzt Bundesbildungsministerin Annette Schavan 755 Millionen für das Projekt „Bildungsketten“ in die Hand nehmen. Am Mittwoch hatte sie das in Berlin bekannt gegeben. Bei dem Projekt sollen Hauptschüler ab der siebten Klasse Orientierungshilfen erhalten. (weiterlesen …)

Kinder von gestressten Frauen können früher auf die Welt kommen

NewBornBaby

Eine Studie von Forschern der Universität in Basel ergab, dass Kinder von gestressten Frauen etwas früher auf die Welt kommen. Die Babys sind ein bisschen schwerer und möglicherweise könnten bestimmte Stressformen die Ursache sein. Gemeinsam mit Psychologen aus Dänemark und den USA haben die Basler Forscher 75.000 Schwangerschaften aus Dänemark untersucht. Die Studie ergab, dass Babys von Müttern, die im Beruf oder im Privatleben während der Schwangerschaft Stress ausgesetzt waren – im Gegensatz zu schwangeren ohne Stress – etwas früher auf die Welt kommen. Diese Babys waren nicht nur dicker, sondern auch schwerer und größer. (weiterlesen …)

„Herzbrücke“: neun Kinder wieder nach Afghanistan zurück

Albertinen Krankenhaus

Am Mittwoch durften neun der zehn afghanischen „Herzbrücke-Kinder“ wieder gesund nach Hause fliegen. Diese sind im Alter zwischen sechs und 17 Jahren und sind erfolgreich im Albertinen Krankenhaus in Hamburg operiert worden. Das zehnte Kind hatte einen sehr komplexen Herzfehler und ist deshalb in das Kinderherzzentrum St. Augustin (Nordrhein-Westfalen) eingeliefert worden. Dieses Kind ist noch nicht gesund und muss deshalb auch länger in Deutschland bleiben.

Mit dem Bus sind die gesunden Kinder gestern nach Frankfurt gebracht worden, wo schon das Flugzeug nach Kabul auf sie gewartet hat. Die Kinder sind nicht allein geschickt worden, denn zwei Mitglieder des „Herzbrücke“ Teams haben diese begleitet, und dort den glücklichen Eltern übergeben.

Im Januar sind die Kinder herzkrank nach Deutschland gekommen und sind von der Aktion “Herzbrücke” der Albertinen-Stiftung betreut worden. Die Stiftung beziffert die Kosten auf durchschnittlich 11.000 Euro für einen chirurgischen Eingriff am Herzen. Die Intensivpflege und das Operationsteam sind vom Albertinen Krankenhaus kostenlos für die Behandlungen der Kinder zur Verfügung gestellt worden. Der Stiftungsvorsitzende Fokko ter Haseborg meinte dazu, dass nur die persönliche Unterstützung der Gasteltern und von den Mitarbeitern der Stiftung es möglich machten, den Kindern aus Afghanistan zu helfen.

Quelle: Abendblatt

In NRW sind schon 100 Kinder an Masern erkrankt

In den vergangen Wochen ist die Zahl der an Masern erkrankten Kindern in Nordrhein-Westfalen deutlich gestiegen. Rund 100 Erkrankungen sind bisher gemeldet worden, wie Ulrich von Treeck vom Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit in Münster informierte. Im letzten Jahr waren im kompletten Jahr 76 Menschen davon betroffen. Somit wird die Zahl bis zum Jahresende 2010 wesentlich höher sein als noch im Vorjahr. Der Kreis Mettmann und die Stadt Essen sind dabei als regionale Schwerpunkte genannt worden. In einem Krankenhaus mussten sogar einige schwer erkrankte Kinder stationär behandelt werden.

Den Angaben des Instituts zufolge sind die meisten Krankheitsfälle aus Waldorfschulen gemeldet worden, weil die Kinder weniger geimpft werden als in anderen Schulen. Die Anfangssymptome von Masern sind ein wässriger Schnupfen oder eine Infektionsgrippe. Etwa vier Tage später röten sich die Augen, und der Hautausschlag entwickelt sich. Die Krankheit kann als Folgeschaden Entzündungen an der Lunge oder dem Mittelohr mit sich bringen. In extremen Fällen kann eine Gehirnhautentzündung auftreten, bei der ein tödlicher Verlauf im Extremfall droht. Deshalb legen die Ärzte großen Wert darauf, dass Kinder – aber auch Erwachsene, die noch nicht an Masern erkrankt waren – sich schnell impfen zu lassen.

Bei der letzten Epidemie im Jahre 2006 sind über 1.700 Menschen daran erkrankt, und zwei Kinder haben die Krankheit nicht überlebt.

Quelle: Rheinische Post

Kinder: Risiko von Herzfehler bei schwangerer fettleibiger Mama erhöht

Laut einer US-Studie erhöht die Fettleibigkeit bei Frauen in der Schwangerschaft das Risiko, dass Kinder mit einem Herzfehler auf die Welt kommen. Laut dem Internet-Portal der Fachzeitschrift “American Journal of Clinical Nutrition” steigt dieses Risiko durchschnittlich um 15 Prozent. Untersucht wurden für die Studie 56.000 Neugeborene ohne Herzfehler und 7.392 Babys mit Herzfehler. Die Studie stand unter der Leitung des Arztes James Mills.

Je mehr Übergewicht eine schwangere Frau hat, desto höher ist das Risiko für das Baby. Sind die Frauen nur mäßig fettleibig, so ist liegt die Risiko-Zahl bei zehn Prozent. Auf bis zu 30 Prozent erhöht sich die Gefahr bei sehr dicken Frauen. Kommt ein Kind schon mit einem Herzfehler auf die Welt, dann ist das ein sehr ernstzunehmendes Problem. Bei rund acht Kindern von eintausend Neugeborenen ist das der Fall.

Durch einen Körper-Masse-Index (BMI) von mehr als 30 ist eine Fettleibigkeit definiert. Ausgerechnet wird das folgendermaßen: Das Körpergewicht (in Kilo) wird durch das Quadrat der Körpergröße (in Metern) geteilt. Kommt dann als BMI-Ergebnis mehr als 35 heraus, so wird das schon als sehr extrem fettleibig eingestuft.

Die Gewalt in den Jugendgefängnissen soll eingedämmt werden

Jugendknast

Im ersten Quartal sind in der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen schon fünf Körperverletzungsdelikte angezeigt worden. Zur Anzeige kamen im letzen Jahr 15 Fälle, und im Jahr davor sogar 19 Delikte. Das gab am Freitag der Justizminister Jürgen Martens (FDP) in Dresden bekannt. Nach einem Fußballspiel kam es Anfang dieses Jahres zu einer Schlägerei, deshalb ist die Zahl dieses Jahr schon so hoch. Doch Beamte sind dabei nicht angegriffen worden.

Schon im Sommer 2009 stand die Anstalt ganz groß in den Schlagzeilen aufgrund eines Folterskandals, denn ein Mithäftling ist dort schon im Frühjahr 2008 so brutal misshandelt worden, dass er fast gestorben wäre. Anschließend sind die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden. Die Beamten bekamen die Anweisung, wenn ersten Anzeichen von Unterdrückung oder einer Verletzung vorliegen, darauf sofort zu reagieren. Denn so ein Vorfall wie im Jahre 2008 dürfe nicht mehr passieren, meint der Minister Martens. Weiterhin sprach Martens von einer Kultur des Hinschauens, die jetzt etabliert worden sei. Die ersten Konsequenzen sind, dass unter anderem die Belegschaft der Anstalt Regis Breitingen durch zwölf junge gut ausgebildete Bedienstete und einer Anstaltsärztin verstärkt worden ist.

Zum 01. Januar waren in der JSA Regis-Breitingen  307 Männer und 35 Frauen in Chemnitz untergebracht. Wegen Körperverletzungsdelikte verbüßen die meisten Insassen eine Strafe. Auf die jungen Leute die straffällig geworden sind, müsse vor allem mit erzieherischen Maßnahmen eingewirkt werden, damit diese vor weitern Straftaten bewahrt werden. Leider ist die Rückfallquote sehr hoch bei den Jugendlichen in Deutschland, denn diese liegt bei 77 Prozent.

Quelle: Freie Presse

Kampagnenstart: Keinen Alkohol während der Schwangerschaft

Erschreckend: jede zweite Frau trinkt in der Schwangerschaft Alkohol und 3.000 Kinder jährlich kommen deshalb behindert zur Welt. Jetzt setzt sich Pernod Ricard zusammen mit der „Stiftung für das behinderte Kind“ dagegen ein unter dem Motto: „Alkohol in der Schwangerschaft – Fetales Alkohol Sydrom“. Damit unterstützt er die Berliner Charité, die Aufklärungsarbeit durch eine nationale Medienkampagne „Mein Kind will keinen Alkohol“ durchführt.

Die häufigste Folge nach einem Alkoholgenuss während der Schwangerschaft sind für die Kinder geistige Behinderungen. Mit dem sogenannten Fetalen Alkohol-Syndrom (FAS) kommen diese Babys schon zur Welt. In welchem Umfang eine Schädigung eintritt, entscheidet die Menge des getrunkenen Alkohols der Mutter. Schon der kleinste getrunkene Schluck gelangt zu dem ungeborenen Kind und kann die folgenreichen Schäden verursachen. Er gibt eindeutig kein gesundes Maß an Alkohol während der Schwangerschaft.

Ein großer Fehler ist, dass viele Eltern nicht ausreichend über die Risiken und Folgen informiert sind. Die Gefahren werden oft verharmlost, oder ganz weggedrängt. Ein großes Frauenteam unterstützt jetzt die Kampagne, bei der auch unter anderem die FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehring und Bettina Wulff dabei sind. In Privatanzeigen machen sich die Frauen stark für Null-Promille in der Schwangerschaft.

Dazu passend ist auch der Kommentar von Professor Dr. med. Joachim Wolfram Dudenhausen von der Charité Berlin: ein Vollrausch in der Schwangerschaft kann über einen Gymnasium oder Hauptschulabschluss des Kindes entscheiden.

Blogverzeichnis Blogverzeichnis Freizeit Blogs im RSS Verzeichnis Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Bloglinks