Artikel des Monats Mai, 2010

Experten warnen vor steigender Zuckerkrankheit bei Schwangeren

Schwangere

Immer häufiger entwickeln Schwangere in Deutschland eine Zuckerkrankheit, die zu Schäden bei Mutter und Kind führen können, wenn sie nicht erkannt wird. Die Folgen können ein zu hohes Geburtsgewicht des Babys sein, und es kann zu Komplikationen bei der Geburt kommen. Fünfmal öfters als bei gesunden Müttern kann dies bei unbehandeltem Diabetes der Fall sein. (weiterlesen …)

Für kleine Kinder ist zu viel Fernsehen schädlich

Bei kleinen Kindern sind vermehrt schulische Probleme und Übergewicht festzustellen, wenn diese zu viel fernsehen. Eine kanadische Langzeitstudie über den TV-Konsum in jungen Jahren brachte dieses Ergebnis. Die Entwicklung von 1314 Kinder im Alter von zweieinhalb bis viereinhalb Jahren ist bei der Studie an der Universität Montreal unter der Leitung von Professorin Lind S. Pagani untersucht worden. Wie oft die Kleinen dann vor dem Fernseher saßen, haben die Eltern in einem Tagebuch festgehalten. Als diese Kinder dann zehn Jahre alt waren, haben die Lehrer Bericht erstattet über die Leistungen und das Verhalten in der Schule.

Aus dem Ergebnis der Studie war dann zu erkennen, dass die Kinder im Unterricht passiver sind, die mehr als zwei Stunden vor dem Fernseher sitzen. Außerdem haben diese in Mathe mehr Schwierigkeiten und melden sich allgemein durchschnittlich um sieben Prozent weniger. Auch sind vermehrt Konflikte mit anderen Klassenkameraden festgestellt worden. Die Forscher sind auch zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Kinder sportlich inaktiver sind, und zu wenig Bewegung haben. Sie sind auch dicker, weil sie mehr zwischen den Mahlzeiten naschen. Für Kinder, die sich in diesem Alter befinden, sollte der TV-Konsum eingeschränkt werden, um der Entwicklung von Gehirn und der Entstehung des Verhaltens nicht zu schaden, rät die Studienleiterin Pagani daher.

Quelle

Über 320.000 Kinderbetreuungsplätze fehlen in Westdeutschland

Es fehlen in Westdeutschland noch rund 320.000 Plätze in Kitas, Krabbelschulen, Kinderkrippen oder bei Tageseltern. Bis zum Jahr 2013 muss die bundesweite Betreuungsquote von 35% der unter Dreijährigen erreicht werden – das ist als Ziel von Bund, Ländern, Kommunen und Wohlfahrtsverbänden vereinbart worden. Auf der Basis einer Modellrechnung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden ist Deutschland hiervon aber offenbar noch weit entfernt.

Nach dem Kinderförderungsgesetz haben bereits Kinder von einem Jahr einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem Kindergartenjahr 2013/2014. Im März 2009 fand die letzte Erhebung statt, und dabei wurden erst 238.000 Plätze in den alten Bundesländern registriert. Bis zum Stichtag werden aber voraussichtlich 559.000 benötigt. Im Durchschnitt liegt die Quote erst bei 14,4 %, am niedrigsten ist sie in Nordrhein-Westfalen mit 11,5%. Die höchste Quote in Westdeutschland wurde mit 22,2% in Hamburg erzielt. Anders sehen die Zahlen in Ostdeutschland aus, denn hier ist mit rund 46% und in Berlin selbst mit 42% das Ziel schon erreicht.

Wenn die Quoten in Ostdeutschland und Berlin bleiben, und in Westdeutschland die 35% erzielt werden, so kann sich bis 2013 die Betreuungsquote auf 37,3% erhöhen. Selbst wenn einige Bundesländer nicht auf die Vorgaben kommen, könnte das bundesweit festgelegte Ziel von 35% trotzdem erreicht werden.

Quelle: Spiegel

Kinderrechte für alle Kinder in Deutschland bald gleich?

UNICEF

Das Bundeskabinett hat nun die Vorbehaltserklärung zur UN-Kinderrechtskonvention zurückgenommen. Die entsprechende Entscheidung fasste das Kabinett am gestrigen Montag. Die Bundesrepublik hatte diese Vorbehaltserklärung bei der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention 1992 abgegeben. Hierdurch standen vor allem minderjährigen Flüchtlingen ohne Begleitung nicht die gleichen Rechte in Deutschland zu wie es bei deutschen Kindern der Fall war.

Begrüßt wurde diese Entscheidung des Bundeskabinetts nun vom Kinderhilfswerk und von UNICEF Deutschland. So sei Deutschland nun einen Schritt vorangekommen bei der Verwirklichung, das alle Kinder hierzulande die gleichen Kinderrechte genießen könnten. Dies wurde jedoch mit der gleichzeitigen Forderung nach Gesetzesänderungen verknüpft. Demzufolge müssen nach Ansicht der Organisationen eine Reihe von Gesetzen im Asyl-, Sozial- und Aufenthaltsrecht angepasst werden. So dürften Kinder und Jugendliche nicht mehr Diskriminierungen ob ihres Aufenthaltsstatuses erfahren. Zahlreiche der betroffenen Kinder stammen aus Krisen- und Kriegsregionen. Oft liegen hier Traumatisierungen vor, weswegen sie den besonderen Schutz der Gesellschaft benötigten, argumentieren die Organisationen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk und die UNICEF kämpften seit der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention dafür, dass eine Anerkennung dieser ohne Vorbehalte genauso erfolgt wie eine Umsetzung. Verabschiedet wurde die Konvention am 20. November 1989 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen.

Quelle: Bildungsblick

Kinderfestival „Goldener Spatz“ beendet – Wickie von Bully triumphiert

In der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt ist das deutsche Kinder-Medien-Festival „Goldener Spatz“ mit einer festlichen Preisverleihung zu Ende gegangen. Eine Kinderjury durfte dabei den ersten Platz vergeben, der dann – fast erwartungsgemäß – an Michael Bully Herbigs Top Film „Wickie und die starken Männer“ ging. Die Thüringer Ministerpräsidentin  Christine Lieberknecht überreichte dem Sieger den mit 1.500 Euro dotierten Sonderpreis der Thüringer Staatskanzlei zum Abschluss des Festivals, das sich einst im ostthüringischen Gera zu einem hochkaratigen Festival entwickelte. (weiterlesen …)

Ein kleiner Junge kommt nach einem Wildunfall im Rettungswagen auf die Welt

Baby

Ein kleiner Junge aus Lauda ist nach einem Wildunfall im Rettungswagen auf die Welt gekommen. Kurz vor 6 Uhr am Sonntagmorgen  war die Familie auf der A7 unterwegs in Richtung eines Krankenhauses in Würzburg. In der Höhe von Sulzfeld hat sich ein Reh vor das Auto gestellt. Der Vater wollte dem Tier ausweichen, leider ist dieses auch in die gleiche Richtung gelaufen, und es kam zum Zusammenstoß. Er brachte das beschädigte Fahrzeug zum Stehen. Die Familie hatte sehr viel Glück im Unglück, denn den beiden Kindern und den Eltern ist nichts passiert. Der verständigte Rettungswagen wurde dann aber trotzdem für die hochschwangere Mutter gebraucht. Aber nicht weil sie verletzt war, sondern kann auf der Fahrt zum Krankenhaus der Junge gesund zur Welt.

Der aufgeregte Vater und die beiden anderen Kindern der Familie durften dann mit dem Streifenwagen in das Krankenkaus zu der glücklichen Mutter fahren. Zwar ist der Polizei unklar, warum der Vater den Umweg über die Autobahn genommen hat, doch ist am Ende für das neugeborene Sonntagskind und den Rest der Familie alles gut ausgegangen.

Quelle: Mainpost

Initiativen fordern Familiengeld

Kindergeld

In einem Brief an die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder fordern die Initiative „Wir sind die Familie“ und das Institut für neue soziale Antworten (INSA) ein Familiengeld. Dieses solle anstelle des Kindergeldes in den ersten drei Jahren gezahlt werden. In dem Brief an die Ministerin regen die Bündnisse an, dass für das erste Kind 300 Euro Familiengeld, 350 Euro für das zweite Kind und 400 Euro für jedes weitere Kind gezahlt werden sollen. Dieses Geld sollte die häusliche Betreuung in der Familie unterstützen. Ferner könnte dieses Geld einer Familie helfen, wenn das Kind von einer Tagesmutter oder in einer Kindertagesstätte betreut werden muss. Denn dadurch entstehen für die Eltern deutlich höhere Kosten. (weiterlesen …)

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