Eine 22-jährige Stiefmutter soll ihre Stieftochter tatsächlich grausam mit kochendem Wasser verbrüht haben – zur Strafe. Das 6 Jahre alte Mädchen wurde dabei laut Polizei lebensbedrohlich verletzt und dennoch erst nach 5 Tagen ins Krankenhaus gebracht.
Kaum fassbar, wie Eltern ihren Schutzbefohlenen so etwas antun können. Eine münchener Frau soll ihre kleine Stieftochter mit siedendem Wasser verbrüht haben – zu allem Überfluss brachte der 44-jährige Kindesvater das misshandelte Kind erst 5 Tage später in ärztliche Behandlung. Dort behauptete er zunächst, das Kind habe einen Topf mit kochendem Nudelwasser vom Herd gezogen.
Anhand der Verbrennungen konnte jedoch schnell erkannt werden, dass dies offenbar eine Lüge war: Dem Kind wurde das kochende Wasser in den Schoß gegossen. Außerdem vertraute sich das Kind später einer dritten Person an und sprach offenbar von einer Bestrafung. Die Verletzungen durch die Verbrühung am Oberschenkel waren so schwer, dass eine Hauttransplantation nötig wurde. Damit ist das Martyrium wohl auch noch nicht vorbei: Weitere Operationen könnten nötig sein.
Die Ärzte fanden zudem noch weitere Narben, die auch mögliche Brandwunden darstellen könnten. Es wird weiter ermittelt. Der leibliche Vater des Kindes und seine Ehefrau kamen in Untersuchungshaft. Das verletzte Mädchen sowie ein gemeinsames Kind des Paares, das offensichtlich unverletzt blieb, kamen in Obhut des Jugendamtes.
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