Mehrere Fälle von versuchten Brandstiftungen in der Kirche der französischen Kleinstadt Le Perreux-Sur-Marne (Nähe Paris) beschäftigten die Polizei: seit dem September des vergangenen Jahres waren mehrfach kleine Feuer in der Kirche gelegt worden. Zuerst wurde Wachs in der Kirche gefunden, das mit einer Kerze entzündet wurde, aber schnell erlosch. Am 19. Mai fand der Pastor brennendes Wachs am Altar und benachrichtigte die Polizei, die eine überraschende Entdeckung auf dem Wachs sicherte.
Dort fand sich der Abdruck einer kleinen Hand – einer Kinderhand. Schnell führte nun die Spur zu einem gerade erst 12 Jahre alten Mädchen, das schließlich die Taten gestand und unter Tränen ihr Motiv erklärte: im Sommer 2009 war ihre kleine Schwester bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt. Offenbar konnte sie die Trauer über den tragischen Verlust nicht bewältigen und beschloss, sich an Gott zu rächen, weil der nicht auf ihre kleine Schwester aufgepasst hatte.
In einem Brief an den Pfarrer erklärte das Mädchen die Gründe für ihre Taten und entschuldigte sich für die Geschehnisse. Der Pfarrer reagierte sichtlich gerührt mit Milde auf das Schreiben und ließ mitteilen, er verzeihe ihr die Taten.
Auch die Staatsanwaltschaft beließ es bei einer milden Anordnung: der ermittelnde Staatsanwalt ordnete Erziehungsmaßnahmen für das Mädchen an – auch wenn eine therapeutige Begleitung für das verstörte Mädchen sicher sinnvoll wäre.
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