Familienministerin Kristina Schröder stellte am Dienstag den Familienreport 2010 vor. Laut Report wächst inzwischen eines von fünf Kindern in Deutschland bei nur einem Elternteil auf. In der Regel noch immer bei den Müttern. In nur etwa 10% aller Fälle sind die Alleinerziehenden die Väter der Kinder. Der Familienreport widmet der Situation der alleinerziehenden Eltern ein eigenes Kapitel, denn in diesen Familien ist das Armutsrisiko besonders hoch.
Positiv aus dem Bericht hervor geht dennoch, dass die Kinderarmut in den vergangenen Jahren nicht weiter gestiegen ist. Seit dem Jahre 2004 liegen die Armutsrisiken von Kindern gleichbleibend auf einem Niveau von knapp 18%, laut der Studie des Familienreports läge die Zahl der in Armut lebenden Kinder in Deutschland ohne staatliche Unterstützung fast doppelt so hoch.
Dabei ist die Zahl der erwerbstätigen Eltern deutlich gestiegen. Zweidrittel aller alleinerziehenden Frauen sind berufstätig, 42% davon in Vollzeit. Im Vergleich dazu arbeiten von den Müttern, die mit dem Vater des Kindes zusammen leben nur 27% in Vollzeit. Dennoch geht aus dem Familienreport hervor, dass inzwischen immer mehr Frauen die Hauptverdienerinnen der Familie sind. In den westlichen Bundesländern liegt ihr Anteil bei knapp 11%, in den östlichen gar bei fast 15%. Ebenfalls angestiegen ist der Anteil der Familien, in denen Vater und Mutter gleich viel zum Familieneinkommen beitragen.
Gleich geblieben ist in den vergangenen Jahren hingegen die Geburtenrate. Sie liegt statistisch gesehen noch immer bei rund 1,36 Kindern pro Frau.
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