Vorsicht ist geboten! Kaum lockt die strahlende Sonne Erwachsene und Kinder gleichermaßen raus an die Luft, beginnt natürlich auch die Badezeit. Doch das kühle, erfrischende Nass birgt häufig tödliche Gefahren: Allein dieses Wochenende kam es in München, Baunatal, Ahaus und Heiligenhaus wieder einmal zu tragischen Badeunfällen.
Fröhliches Geplansche, Kindergeschrei und viel gute Laune – so sieht es dieser Tage in deutschen Freizeitbädern aus. Alle Kinder wollen das gute Wetter nutzen, so lang es da ist. Tragischerweise scheinen sich besonders in überwachten Schwimmbädern die Badeunfälle zu häufen. Es mag an dem großen Andrang liegen und dem damit verbundenen unübersichtlichen Chaos im Pool – vielleicht sind aber auch die Eltern zu sorglos, da sie ihre Kinder überwacht glauben. Fakt ist: An diesem Wochenende sind in Deutschland zwei kleine Jungen bei einem Badeunfall ums Leben gekommen, ein weiterer ist dem Tode nur knapp entronnen.
Das erste Opfer war ein 7-jähriger Junge, der im Aqua-Park Baunatal ertrank. Er wurde reanimiert, konnte jedoch nicht mehr gerettet werden. Trotz zahlreicher Menschen, die sich in direkter Umgebung aufhielten, hat offenbar niemand ihm rechtzeitig helfen können. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun, wie es zu diesem tragischen Tod kommen konnte. Einen genauen Unfallbericht finden Sie auf Blaulicht-Portal.
Ebenfalls am Samstag ertrank ein 5 Jahre alter Junge im Freibad Heiligenhaus. Er konnte zunächst reanimiert werden, verstarb jedoch leider im Krankenhaus. Ein wenig mehr Glück hatte ein vierjähriger Junge im Schwimmbad Ahaus. Er ertrank beinahe im Nichtschwimmerbecken und wurde erst in letzter Sekunde entdeckt. Zurzeit schwebt er jedoch noch immer in Lebensgefahr.
Außerdem wird in München derzeit noch ein zweieinhalbjähriger kleiner Junge vermisst, der möglicherweise während der Verlobungsfeier seiner Eltern im Garten spielte, dabei in den Auermühlbach fiel und ertrank. Ein Großaufgebot an Rettungskräften sucht nach ihm, die Chancen auf ein Überleben schwinden derweil.
Bei so vielen Schreckenmeldungen rund um Schwimmbäder sollten Eltern bedenken: Schwimm- und Bademeister können nicht alles sehen, oft ertrinken Kinder gerade in sehr belebten und scheinbar sicheren Becken. “Es sind ja viele Leute da” ist kein Garant dafür, dass jemand ein ertrinkendes rechtzeitg Kind bemerkt. Die DLRG gibt hierzu wertvolle Tipps zum richtigen Umgang mit dem Wasser. Für einen sicheres Wasservergnügen!
Update: Wie die Polizei Kassel nun bekanntgab, ist der 7 Jahre alte Junge in Baunatal eines natürlichen Todes gestorben. Diese überraschende Erkenntnis gewannen sie durch eine Obduktion des Kindes. Die genaue Ursache ist noch unbekannt, Gewalteinwirkung konnte ausgeschlossen werden.
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