Gesundheitsrisiko Kinderschmuck

Gefahren für Kinder lauern überall, selbst dort, wo Eltern es meist nicht vermuten. Egal ob in Spielzeugen oder in Schmuck, überall verbergen sich für die Gesundheit des Kindes gefährliche Stoffe. Gerade Kleinkinder, die noch viel und gern Spielzeuge und andere Gegenstände mit allen ihren Sinnen erfahren und begreifen, sind dabei besonderen Risiken ausgesetzt, da sie viele Giftstoffe direkt über den Speichel aufnehmen, wenn sie Spielwaren oder Kinderschmuck in den Mund stecken.

Nach vielen Spielzeugen haben Experten jetzt auch in dem oft billig hergestellten Schmuckartikeln für Kinder Giftstoffe festgestellt und warnen Eltern vor bleiverseuchtem Kinderschmuck. Besonders in Anhängern wurden dabei hohe Konzentrationen von Blei nachgewiesen. Innerhalb der europäischen Union sind keine expliziten Grenzwerte für den Bleigehalt von Schmuck, besonders von Anhängern und Armbändern für Kinder, festgelegt.

Gerade jedoch Blei ist auch in geringen Mengen problematisch. Die Syptome einer leichten Bleivergiftung ähneln dabei stark denen eines Magen und Darm Infekts mit Erbrechen, Magenkrämpfe und Verdauungsbeschwerden. Einmal aufgenommen aber verbleibt Blei im Körper des Kindes und zwar für eine lange Zeit. Vor allem in den Knochen wird das Schwermetall abgelagert und verbleibt dort für rund 30 Jahre. So kann auch in späteren Jahren bei Erkrankungen und bei Stress das Gift erneut im Körper freigesetzt werden.

Besondere Belastungen mit Blei sind bei billigen Schmuckanhängern für Kinder festgestellt worden. Oft sind diese in der Form von Herzen oder Kleeblättern gefertigte Anhänger fast ausschließlich aus Blei hergestellt, da dieses sich besonders einfach in Formen gießen lässt. Ummantelt ist das hochgefährliche Blei schlussendlich nur von einer dünnen Chromschicht.

Eltern tun daher gut daran, auch und gerade bei Schmuck für Kinder nicht auf den Preis, sondern auf die Qualität zu achten.

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