Masern sind kein Kinderspiel

Masern werden von vielen Eltern immer noch als eine harmlose Kinderkrankheit angesehen. Oft auch deshalb, weil viele Eltern selbst als Kind an Masern erkrankten. Mit den heutigen Masern allerdings ist nicht zu spaßen, da Kinder an Masern sogar sterben können. Daher raten die Gesundheitsämter dringend dazu, Kinder gegen Masern impfen zu lassen und auch den eigenen Impfschutz der Eltern zu überprüfen.

Masern werden zwar als eine Kinderkrankheit bezeichnet, ein Kinderspiel allerdings sind sie nicht, wie viele Eltern noch immer glauben, besonders, wenn sie selbst als Kind an den Masern erkrankten. Das Gefährliche an Masern ist dabei noch nicht einmal ihre rasante Ansteckungsgefahr, sondern vor allem die durch Masern möglichen Komplikationen. Diese können bis zur Gehirnentzündung führen und damit zum Tod. Einen sicheren Schutz vor Masern hat nur, wer bereits einmal an Masern erkrankt ist, oder zweifach dagegen geimpft wurde.

Die häufigsten Komplikationen, die bei Masern auftreten, sind allgemein bakterielle Infektionen, insbesondere aber Mittelohrentzündung und Lungenentzündung. Daher sollte sobald ein an Masern erkranktes Kind über Ohrenschmerzen klagt, oder an Kurzatmigkeit oder Atemnot leidet, augenblicklich ein Arzt aufgesucht werden.

Aber auch wenn starke Kopfschmerzen, Nackensteife, Erbrechen oder auch Berührungsempfindlichkeit auftreten, können dies Anzeichen einer möglichen Komplikation der Masern sein. In einem solchen Falle könnte eine Gehirnentzündung vorhanden sein. Zwar tritt diese Komplikation relativ selten auf, doch sind die Folgen verheerend. Bei etwa einem Fünftel der Betroffenen verläuft die Gehirnentzündung sogar tödlich, bei 40 Prozent der Erkrankten zu einer bleibenden geistigen Behinderung.

Daher sollte in jedem Falle ein Kind gegen Masern geimpft werden. Nur so kann es wirkungsvoll geschützt werden.