Kinderärzte raten zu Grippeimpfung

Erkältungen sind bei Kindern geradezu an der Tagesordnung. Gerade bei Kleinkindern sind Eltern um diese Jahreszeit an die laufenden Nasen und Husten gewöhnt. Doch gerade Kinder sind gefährdet, nicht nur von einer Erkältung, sondern einer echten Grippe, der Influenza, oder der noch aggressiveren, so genannten Schweinegrippe heimgesucht zu werden. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät Eltern daher dringend, ihre Kinder gegen Grippe impfen zu lassen.

Besonders Kinder und Jugendliche sind von der Grippe gefährdet. Da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist, haben hier die Grippeviren ein leichteres Spiel, als beispielsweise bei gesunden Erwachsenen. Auch vor dem Hintergrund der jüngst aufgetretenen Fälle der so genannten Schweinegrippe, dem H1N1 Virus, raten daher Kinder- und Jugendärzte Eltern dringend dazu, ihre Kinder gegen Grippe impfen zu lassen. Besonders, da erfahrungsgemäß der Höhepunkt der Grippewelle im Februar zu erwarten ist, ist jetzt der beste Zeitpunkt für eine Impfung.

Der aktuelle Impfstoff schützt dabei auch gegen den H1N1 Virus. Der Impfstoff ist für Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat zugelassen. Kleinkinder bis zum vollendeten 3. Lebensjahr erhalten zweimal im Abstand von ca. 4 Wochen die halbe Dosis, Kinder vom vollendeten 3. Lebensjahr bis zum vollendeten 9. Lebensjahr erhalten zweimal die volle Dosis im Abstand von ca. 4 Wochen. Es dauert etwa zwei Wochen, bis der Schutz vor den Grippeviren aufgebaut ist. Für Kinder werden die Kosten der Impfung von den Krankenkassen übernommen, da Kinder nicht nur in der Hauptsache die von den verschiedenen Formen der Grippe betroffenen sind, sondern entsprechend auch die Hauptüberträger.

Kinder, die im letzten Jahr bereits geimpft wurden, oder an der echten Grippe erkrankten, haben noch einen ausreichenden Schutz für die ab dem Frühjahr zu erwartende kommende Grippewelle.