Es ist der Albtraum aller Eltern – im oberbayerischen Krailing in der Nähe von Starnberg ist er für eine Mutter grausame Realität geworden. Am frühen Morgen kehrte sie gegen 4.45 Uhr von der Arbeit zurück und fand ihre beiden Töchter im Alter von acht und elf Jahren tot in der Wohnung vor. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus.
Die Mordkommission und die Spurensicherung haben Ermittlungen vor Ort aufgenommen – Näheres über die Todesumstände und eine mögliche Täterschaft wollte die Polizeisprecherin aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht bekanntgeben. Eine Fahndung vor Ort wurde mit rund einhundert Polizeibeamten und einem Hubschrauber eingeleitet, mögliche Erkenntnisse sind derzeit noch nicht bekannt.
In den Medien kamen Gerüchte auf, die Mutter sei geschieden gewesen und habe als Kellnerin gearbeitet – diese Gerüchte wollten weder die Polizei noch die zuständige Münchener Staatsanwaltschaft kommentieren. Die Ermitlungsbehörden geben sich gänzlich verschlossen, was in der Nacht oder am Morgen in der Doppelhaushälfte geschehen ist, die in der idyllischen bayerischen Kleinstadt mit ihren 8.300 Einwohnern liegt. “Wir wollen keine Chancen verspielen”, teilte die Polizeisprecherin auf Medienanfragen mit: so versucht die Staatsanwaltschaft, Wissen über eine Tat geheim zu halten, um einen Tatverdächtigen mittels Täterwissen zu überführen.
Die Mutter wurde mittlerweile ebenfalls vernommen – ob diese Vernehmung angesichts der furchtbaren Umstände sonderlich produktiv verlaufen ist, ist unklar. Momentan dürfte sich die Frau in Betreuung durch ein Kriseninterventionsteam befinden.(th/AFP)
Symbolfoto: Marco Broscheit / flickr
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