Kinder dürfen ehrgeizig sein

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Für viele ist das Wort „Ehrgeiz“ nicht nur positiv behaftet. So gelten ehrgeizige Menschen häufig auch als Einzelgänger, Egoisten und wenig sozial. So wollen Eltern ihre Kinder sicherlich nicht erziehen. Doch Ehrgeiz an sich ist keineswegs negativ, vielmehr ist eine gesunde Portion Ehrgeiz wichtig, damit bei Problemen nicht gleich resigniert wird und vor allem auch beim Erlernen schwieriger Aufgaben nicht resigniert wird.

Kinder verfügen über einen angeborenen Ehrgeiz. Schon ein Säugling ist bei seinen Handlungen vom Ehrgeiz motiviert. Sei es, sich herumzudrehen, sei es, einen Gegenstand zu fixieren oder auch zu ergreifen. Bei allen diesen Handlungen spielt der Ehrgeiz die Aufgabe zu meistern eine entscheidende Rolle. Schon jetzt sind Eltern gefragt, diesen Ehrgeiz zu unterstützen und zu fördern und vor allem dies auch in späterem Alter des Kindes fortzuführen.

Dies gelingt bei Kleinkindern ebenso wie bei Vorschulkindern und auch Grundschulkindern am Besten durch Ermutigung, positives Feedback und der viel zitierten „Hilfe zur Selbsthilfe“. Wenn beispielsweise ein Kind schier an der Aufgabe, Schleifen zu binden, verzweifelt ist ihn wenig geholfen, Klettschuhe zu kaufen, oder dem Kind das Schleife binden abzunehmen. Lob, auch wenn die Schleife nur halb gelingt, oder auch ein helfender Tipp und Trick, wie es geht, helfen dem Kind mehr, denn durch seine Bemühungen lernt es, dass man mit ehrgeizigem Bemühen auch schwierigste Aufgaben meistern kann.

Spätestens in der Grundschule zahlt sich dies meist sehr viel Geduld erfordernde Bemühen aus, wenn ein Kind auch bei schwierigsten Matheaufgaben nach einer Lösung sucht, statt den Bleistift voller Zorn und Frust durch das Zimmer zu schmeißen.
Ehrgeiz hat also nichts mit Egoismus, sondern mit der Fähigkeit, sein Leben selbst zu meistern zu tun und das wollen schließlich alle Eltern ihren Kindern mit auf dem Weg mitgeben.