Neue Schrift für Kinder der Grundschule

Eltern, die sich beim Anblick des Schriftbildes ihrer Kinder, sobald diese in der Grundschule mit der Schreibschrift oder auch Schulausgangsschrift beginnen, die Haare raufen und kaum entziffern können, was ihre Kinder eigentlich in ihr Schreibheft notiert haben, könnten bald ein Ende haben. Der Verband der Grundschulen hat nämlich eine neue Grundschrift entwickelt, die auf Druckbuchstaben basiert.

Die meisten Kinder beginnen schon im Kindergarten beziehungsweise im Vorschulalter damit, einfache Wörter zu schreiben. Dazu gehört neben dem eigenen Namen meist auch Mama und Papa sowie die Namen von Freundinnen und Freunden. Geschrieben werden diese in Druckschrift, die Kindern leichter fällt, als eine Schreibschrift, zumal sie diese aus den Büchern im Kindergarten und zu hause kennen. Auch im ersten Schuljahr beginnen die Kinder zunächst noch das Schreiben in Druckschrift, erst ab dem Ende des zweiten Schuljahres wird die Schreibschrift erlernt. Gerade dann allerdings beginnen die Probleme, da sich nach der Auffassung des Verbandes der Grundschulen die Kinder eine völlig neue Schrift angewöhnen müssen, wobei durch immer frühere Einschulungen vielen noch grundlegende feinmotorische Fähigkeiten fehlen.

Daher startete der Verband Anfang des letzten Jahres eine Kampagne zur Einführung einer Grundschrift. Diese basiert auf der Druckschrift. Sobald die Kinder selbst soweit sind, beginnen sie damit, diese individuell zu verbinden, letztlich die Methode, die den meisten Handschriften Erwachsener ebenfalls zu Grunde liegt. Nach Ansicht des Verbandes wird ohne den Lerninhalt der Schreibschrift, zumal diese derzeit aus einem Mischmasch von Lateinischer, Vereinfachter und Schul-Ausgangsschrift besteht, mehr Zeit geschaffen für andere Unterrichtsinhalte.

Wann und ob allerdings die Grundschrift Einzug in die Klassenzimmer der Grundschule halten wird, das ist bisher noch ungeklärt.