Nach dem McDonalds-Test: Noch Fast-Food für Kinder?

Foto: flickr.com / Peter Zaki

Gerade hat sich der ARD-Check eine der größten Fastfood-Ketten vorgenommen: McDonald’s kam unter den Prüfstein. Und es mag nur wenige Leser überraschen, dass der Test lediglich das, was längst bekannt war, zu Tage förderte: in nahezu allen Punkten fiel McDonald’s durch. Doch bedeutet das, dass ihr eurem Nachwuchs ein totales Verbot für die Burgerbraterei verhängen solltet? Wir meinen: nein. Big Mäc, Cheeseburger, McRib, Chicken Nuggets, Pommes und Co. sind sicher alles andere als eine ausgewogene Ernährung – doch auf das richtige Maß kommt es an.

Sicher: nicht alle Leser werden mit unserer Meinung einverstanden sein. Der ARD-Check förderte zu Tage, dass McDonalds in den Disziplinen Geschmack, Bekömmlichkeit und Fairness versagte. Spitzenreiter ist die Fastfoodkette hingegen in Sachen Marketing: nicht nur bei den Kleinen ist der Konzern hoch im Kurs, wofür unter anderem das Happy Meal, einst als Juniortüte beworben, mit einem Spielzeug nach Wahl darin sorgt. Auch auf viele Erwachsene weckt das goldene M am Straßenrand Begehrlichkeiten.

Der ARD-Check bei McDonald’s und die Ergebnisse

Die Nachteile sind weithin bekannt: Vitaminmangel, künstliche Aromen und pures Fett sind klassische Bausteine von Fastfood. Das hat übrigens nicht McDonalds für sich gepachtet, diese Pfeiler vereinen nahezu alle Fastfood-Ketten weltweit. Im Test ging es konkret um den Geschmack (der bekanntermaßen subjektiv und somit nur schwer bewertbar ist – Kindern schmeckt es meistens), die Bekömmlichkeit in einem Vergleichstest und die Fairness von McDonald’s gegenüber Mitarbeitern und Partnerbetrieben. In diesen Disziplinen konnte McDonald’s alles andere als punkten: viele Mitarbeiter beklagen schlechte Arbeitsbedingungen, niedriges Gehalt und hohe Arbeitszeiten. Die Partnerbetriebe stehen auch nicht viel besser da: als Fleischlieferant fungiert unter anderem Wiesenhof, die gerade erst wegen Tierquälerei auf sich aufmerksam machte.

Gelegentliche Besuche bei McDonald’s mit Kindern – kein Problem

Paracelsus wusste: “All Dinge sind Gift und nichts ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.” Ein gelegentlicher Besuch bei McDonald’s oder anderen vergleichbaren Ketten wird der kindlichen Gesundheit mit Sicherheit keinen gesundheitlichen Schaden zufügen. Wichtig ist, dass die Ernährung möglichst ausgewogen ist und Kinder ausreichend Bewegung bekommen. Kinder müssen frühzeitig Grundlagen gesunder Ernährung lernen – und dazu gehört durchaus auch, ihnen zu erklären, dass McDonald’s ihrem Körper nur wenig Nährstoffe, dafür aber eine Menge Fett zuführt – ganz gleich, ob es gleich ein Big Mäc oder McRib ist, oder ob sich das Kind mit Cheeseburger, Pommes und Spielzeug aus dem Happy Meal begnügt. Daran kann übrigens auch das neue Öko-Labeling von McDonald’s nichts ändern.

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Eine Antwort to “Nach dem McDonalds-Test: Noch Fast-Food für Kinder?”

  1. Linde sagt:

    In der Tat merkwürdig, dass selbst im Erwachsenen-Alter die objektiven Gesichtspunkte nicht überwiegen können und es zumindest dann die meisten schaffen, den Begehrlichenkeiten von Fast-Food zu widerstehen. gerade wenn man Berichte wie in der ARD über Fairness & Co. sieht.

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