Jedes Kind kann Freunde finden

Jedes Kind ist anders. Dies merken Eltern von mehreren Kindern schon, wenn diese noch Babys sind. Im Kleinkindalter wird meist schnell offensichtlich, ob ein Kind eher extrovertiert oder introvertiert ist. Meist haben schüchterne Kinder dabei Probleme, mit ihrer ruhigen Art Anschluss in Kindergärten oder der Schule zu finden. Eltern können ihre Kinder unterstützen.

Eltern als sicherer Hafen

Wenn ein Kind nicht von einem scheinbar unübersichtlich großen Haufen von Freunden umringt ist und nach jedem Besuch auf dem Spielplatz erzählt, mindestens eine neue Freundin oder einen neuen Freund zu haben, so ist dies für Eltern zunächst beunruhigend, jedoch kein Grund zu Sorge. Mit dem Kind ist alles in Ordnung, es ist nur einfach ein zurückhaltender und schüchterner Typ. Um dem Kind die Kontaktaufnahme zu erleichtern, können Eltern mit ihm gemeinsam Plätze aufsuchen, an denen sich viele andere Eltern mit Kindern aufhalten. Kontakte entstehen so automatisch und das Kind kann vom „sicheren Hafen Eltern“ aus mit anderen Kindern zusammentreffen. Generell lässt sich auch sagen, je weniger soziale Kontakte die Eltern pflegen, desto weniger wird auch das Kind von sich aus danach trachten, soziale Kontakte aufzubauen.

Selbstbewusstsein fördert die Kontaktfreudigkeit

Ein selbstbewusstes Kind geht eher auf andere zu, als ein unsicheres Kind. Eltern sollten versuchen, in Alltagssituationen das Selbstbewusstsein ihres Kindes zu steigern, indem sie ihm immer wieder kleinere Aufgaben übertragen. Dies kann damit beginnen, beispielsweise beim Bäcker die Bestellung aufzugeben, später auch allein das Brötchen holen zu übernehmen. Jede gemeisterte Aufgabe macht das Kind stolz und stärkt das Selbstbewusstsein. Es muss allerdings darauf geachtet werden, bei den gestellten Aufgaben das Kind nicht zu überfordern.