Angstzustände bei Kindern

Immer mehr Kinder leiden in Deutschland unter Angst. Dazu gehören die Angst vor Trennung von den Eltern genauso, wie Angst in die Schule zu gehen, oder auch allein das Haus zu verlassen. Oft finden Eltern und Kind nur mit professioneller Hilfe einen Weg heraus aus der Angst.

Zunächst einmal ist es nicht falsch, wenn Kinder Angst empfinden. Die Angst lässt sie vor allzu waghalsigen Aktionen, die schon beim Gedanken daran den Eltern kurzzeitig den Herzschlag aussetzen lassen können, zurück weichen. Manche Ängste können jedoch so stark werden, dass sie das Leben von Kindern und Eltern massiv beeinträchtigen.

Weit verbreitet ist dabei die Trennungsangst besonders bei Kindern, die im Vorschulalter sind, oder die Grundschule besuchen. Gründe, die Kinder eine solche Angst entwickeln lassen können, sind dabei vielschichtig. Auslöser kann beispielsweise der Verlust einer geliebten Bezugsperson sein. Aber auch ein übermäßiger Beschützerinstinkt der Eltern kann zu der Entwicklung einer Trennungsangst führen. Dabei überträgt sich Angst der Eltern auf das Kind. Während diese im besten Sinne handeln, um das Kind vor schlechten Erfahrungen und möglichen Gefahren zu schützen, ruft dieses Verhalten bei Kindern die Angst vor dem Unbekannten und neuen Erfahrungen hervor.

Bei dem plötzlichen Auftreten massiver Ängste jedoch ist es wahrscheinlich, dass es einen unmittelbaren Auslöser gibt. In diesem falle ist es an den Eltern zu versuchen, den Grund heraus zu finden. Dies kann über ein Gespräch, vor allem aber auch über Rollenspiele und Malen geschehen. Gerade jüngere Kinder sind oft nicht in der Lage, ihre Gefühle direkt verbal auszudrücken und wählen daher unbewusst den Weg über die Darstellung in Bild oder Spiel.

Bei wiederholt auftretenden Angstzuständen finden betroffene Eltern Hilfe bei Kinderärzten, Schulpsychologen, Jugendtherapeuten oder beim psychosozialen Dienst.
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