Baby-Erstausstattung – neu oder gebraucht kaufen?

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Manche Eltern werden das kennen: zu erfahren, dass Nachwuchs ins Haus steht, dürfte für nahezu alle Eltern ein echtes Glücksgefühl sein. Aber mal ehrlich: Kinder sind ein Kostenfaktor – und zwar ein nicht Unerheblicher. Und manchen werdenden Eltern wird schwindelig, wenn sie sich über Erstausstattungen informieren und die Preise dafür hochrechnen. Gerade bei Geringverdienern kann eine Schwangerschaft erhebliche Löcher ins Budget reißen, und auch anderen preisbewussten Eltern stellt sich oft die Frage: was kann ich in Sachen Erstausstattung und Kinder-Ausstattung eigentlich gebraucht kaufen?

Babybett, Kommoden und Kinderwagen – gebraucht kein Problem

Die gute Nachricht: vieles, was Babys in den ersten Monaten benötigen, kann getrost gebraucht angeschafft werden. Denn gerade Möbel wie Wickelkommoden oder Babybettchen können problemlos gereinigt und desinfiziert werden – hier entscheiden letztlich nur Budget, Geschmack und der Zustand des guten Stückes.
Auch Kinderwagen und Buggys fallen unter diese Rubrik: viele Eltern sind froh, wenn sie die meist teuren Stücke zu einem fairen Preis wieder loswerden, und gerade im Internet gibt es inzwischen zahlreiche Portale, in denen einige Schnäppchen zu haben sind. Der Trend macht sich bemerkbar: Suchanfragen wie gebrauchte Kinderwagen im Internet werden immer häufiger, und erfreulicherweise wächst auch die Anzahl qualitativ brauchbarer Ergebnisse. Denn nicht nur aus Not, auch aus Preisbewusstsein gehen immer mehr Eltern dazu über, Teile der Erstausstattung gebraucht zu kaufen – schließlich ist das Leben ohnehin schon teuer genug.

Kleidung, Strampler, Lätzchen – gründlich abwägen

Ein wenig anders sieht es bei Textilien aus. Hier sollten Eltern zweimal hinsehen, bevor sie gebrauchte Strampler, Lätzchen oder Decken anschaffen. Zwar lassen sich auch hier immer wieder echte Schnäppchen machen – prüft aber immer genau, in welchem Zustand die Kleidung ist. Fühlt sie sich weich an, wurde sie schonend behandelt, riecht sie frisch, ist sie fleckenlos? Das sind Grundbedingungen, um gebrauchte Kinderkleidung zu kaufen. Auch solltet ihr darauf achten, dass sie nicht zu parfümiert riecht, das weist auf übermäßigen Gebrauch von Weichspüler hin. Und Weichspüler hat an Babykleidung generell nichts verloren – egal in welchen Mengen. Nur allzu oft werden dadurch Kontaktallergien ausgelöst, und Dermatologen verzeichnen eine wachsende Anzahl an Sprechstundenbesuchern, deren Beschweren auf Weichspüler zurückzuführen ist.

Also: es lohnt sich durchaus, bei der Erstausstattung einmal den Gebrauchtmarkt und die unterschiedlichen Kleinanzeigenmärkte unter die Lupe zu nehmen. In jedem Fall schlummert hier großes Sparpotenzial – das eingesparte Geld kann auch gleich auf ein Ausbildungs-Sparbuch für den Nachwuchs gebracht werden, wenn denn noch etwas übrig bleibt.

3 Responses to Baby-Erstausstattung – neu oder gebraucht kaufen?

  1. Sandra sagt:

    Ich habe beim ersten Kind einen Großteil der Babysachen in Gr. 56 gebraucht gekauft. Wichtig ist nur, dass man rechtzeitig losgeht – durchaus auch schon im 5. oder 6. Monat. So hat man ausreichend Zeit, um wirklich nach guten Stücken zu suchen. Auch ich habe auf Flecken und Co. geachtet, aber gerade bei den kleinen Größen gab es auf normalen Flohmärkten eine erstaunlich gute Qualität. Man sollte nur auch hier auf einen guten Preis achten – ein Body für 2 Euro gebraucht ist definitiv zu teuer.

    Wenn ich mir aber überlege, dass Sohnemann ganze 3 Wochen in Gr. 56 gepasst hat, bin ich froh, damals alles gebraucht gekauft zu haben.

    Oft wird gebrauchten Textilien ja auch nachgesagt, dass diese nun garantiert schadstofffrei sind – durch das häufige Waschen 😉

  2. Timo sagt:

    Das stimmt, darauf wollten wir auch hinaus: gebraucht ist nicht schlecht. In keinem Fall. Wer ein wenig gesunden Menschenverstand mitbringt und nicht wahllos alles kauft, was ihm unter die Finger kommt, kann hier echte Schnäppchen machen und tausende Euro sparen. Und in Sachen Kleidung gebe ich dir recht: lieber gute Qualität gebraucht, als Billigkram von diversen Kleidungs-Discountern, die unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurden.

  3. Lisa sagt:

    Ich hab meine Babysachen immer von meiner Cousine bekommen. Die hat zufälligerweise eine genau 1 Jahr ältere Tochter und da bekomme ich öfters dann die Kleidungsstücke für einen kleinen Obulus. Und da wir gewusst hatten, dass wir noch ein zweites Kind wollten, haben wir viele neue Sachen für Unisex gekauft. Gebraucht ist nicht gleich schlecht wie Timo schon gesagt hat.

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