Baby ohne Windel

Bild: pixelio.de/Mieske

Ein Baby das keine Windel braucht? Gibt es so etwas? Für manche Eltern schon, denn sie verzichten vom ersten Tag an auf eine Windel für das Baby. Vorbild für diese Eltern sind dabei traditionelle Kulturen in Afrika oder Asien, die auch Säuglinge und Kleinkinder völlig ohne Windeln aufwachsen lassen.

Zugegeben, es gibt angenehmeres, als das Wechseln der Windeln. Spätestens, wenn das Baby feste Nahrung bekommt, rümpfen selbst die liebevollsten Eltern ab und an die Nase, wenn von ihrem Kind ein eindeutiger Geruch ausgeht. Doch ist es wirklich sinnvoll, schon von ersten Tag an mit der Sauberkeitserziehung zu beginnen?

Kinder haben ist nicht nur eine Freude, sondern auch unbestritten teuer. Allein die Windeln, die ein Kind von der Geburt bis zum trocken werden verbraucht, sind ein enormer Kostenfaktor. Hierzu ein kleines Rechenbeispiel. Durchschnittlich verbraucht ein Kind pro Tag 6 Windeln, herunter gerechnet kostet eine Windel 25 Cent. Bei durchschnittlich zweieinhalb Jahren Windelzeit kosten die dabei verbrauchten 5.500 Windeln 1.375 Euro.

Der Kostenfaktor ist also eigentlich ein Argument, schon von der Geburt an auf die teuren Windeln zu verzichten. Doch dagegen muss gesetzt werden, dass Babys und Kleinkinder noch nicht in der Lage sind, ihre Schließmuskeln zu kontrollieren. Das bedeutet für Eltern, die auf Windeln verzichten, permanent „auf dem Sprung“ zu sein, um zu bemerken, wann das Kind muss und wann nicht, in den ersten Lebensmonaten ist dies übrigens etwa 30 Mal pro Tag.

Vom Stress, der mit der ständigen Kontrolle des Kindes aufkommt, einmal abgesehen, werden Kinder, die ohne Windeln auskommen, nicht früher trocken, als die, die in den ersten Jahren eine Windel tragen.

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