Babypo braucht kein Puder

Bild: pixelio.de / meltis

Die Zeiten, in denen jungen Eltern erzählt wurde, Puder sei das beste Mittel, um den Po eines Babys trocken zu halten und so vor Entzündungen und Wundsein zu schützen, sind lange vorbei. Dennoch wird immer noch Babypuder hergestellt und teilweise auch nach jedem Wickelgang benutzt. Dabei ist das Puder für kleine Kinder sogar gefährlich und kann zu schweren Lungenschäden führen, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Der Po eines Babys braucht im Normalfalle keine weitere Pflege außer regelmäßigem Wickeln. Selbst Cremes gegen Wundsein sind nur dann notwendig, wenn sich tatsächlich erste Anzeichen dafür an der Haut bemerkbar machen. Meist reicht eine zinkhaltige Creme oder Calendula Creme aus, um ein schlimmeres Wundsein zu verhindern. Talkumhaltiges Babypuder hingegen schadet meist mehr, als das es nützt, da es die Stellen austrocknet und so eine rissige Haut und damit Schmerzen für die Kinder verursachen kann.

Doch das Babypuder birgt auch noch eine weitere Gefahr, vor der das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) dringend warnt. Wenn ein Baby oder Kleinkind das Puder versehentlich einatmet, so kann dies in die Lunge gelangen und dort zu schweren Schäden und Beeinträchtigungen der Atmung führen. Anlass für die Warnung des BfR ist dabei der Fall eines zwei Jahre alten Kindes, welches beim Wickeln auf dem Wickeltisch mit einer verschlossenen Puderdose gespielt hatte. Dabei war der Deckel plötzlich aufgegangen und das Kind hatte das Pulver eingeatmet. Mit einer schweren Vergiftung hatte das Kind mehrere Tage auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt werden.

Daher lieber einmal mehr das Kind ohne eine Windel lassen, damit die Haut im Windelbereich Luft bekommt. Besonders bei den derzeitigen Sommertemperaturen bietet sich dies ohnehin an.

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