Babys Ernährung: Muttermilch ist gut, Brei ist besser?

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Bislang empfahl die WHO frisch gebackenen Müttern, ihre Kinder ein halbes Jahr ausschließlich zu stillen. Diese Empfehlung wurde nun in einer aktuellen Studie angezweifelt: Die Forscher wiesen nach, dass Babybrei durchaus zur Verhinderung von Krankheiten und Allergien beitragen kann. Doch ist nun die Muttermilch weniger gesund als Brei?

Kein Grund zur Sorge – Das Stillen mit Muttermilch ist nach wie vor ebenso natürlich wie gesund für das Kind. Dennoch muss die Stillempfehlung der WHO überdacht werden, denn Forscher des University College London fanden heraus, dass eine Zufütterung mit Babybrei ab dem vierten Monat  – als Ergänzung zur Muttermilch – Krankheiten und Allergien vorbeugen kann. Doch warum?

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Die Forscher erklärten, dass die frühen ersten Kontakte mit Allergenen häufig günstig für die Gesundheit seien. Außerdem helfe die feste Nahrung als Beikost anscheinend, bestimmten Stoffwechselerkrankungen vorzubeugen: In Schweden konnte eine Studie belegen, dass die Einnahme von getreidehaltigem Babybrei zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat das Risiko senkt, eine Gluten-Unverträglichkeit zu erleiden. Die Wissenschaftler empfehlen darum, neben der Muttermilch ab und zu einen Brei zuzufüttern. Dies gilt natürlich nur für Länder, in denen sauberes Wasser vorhanden ist.

Übrigens: Nicht nur Allergien kann man durch die Nahrungsergänzung Brei vermeiden. Auch Entwicklungsstörungen, z.B. durch Eisenmangel, können durch die abwechslungsreiche Kost verhindert werden.

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