Bastel-Anleitung: Halloween-Kürbis einfach selbst schnitzen

Die wohl schaurigste Jahreszeit hat Hochsaison: Halloween steht kurz vor der Tür. An diesem Wochenende finden bereits zahlreiche Halloween-Parties steht, einige Kinder ziehen in den Städten aufgrund des Wochenendes bereits etwas verfrüht von Tür zu Tür. Passend zur Kürbis-Saison daher der Halloween-Kürbis – den könnt ihr mit unserer Anleitung recht leicht selbst schnitzen.

Eigentlich war es eine Rübe, die Jack Oldfield als Strafe für seinen Feldzug gegen den Teufel erhalten hat, gepaart mit einer glühenden Kohle. Da die Geschichte auch von Sagen aber oft verzerrt wird im Laufe der Jahrhunderte, wurde inzwischen ein Kürbis aus der Rübe, meist beleuchtet von einem Teelicht. Was benötigt ihr?

Ein Kürbis ist Pflicht – logisch. Ob ein Riesenkürbis oder ein handlicher Hokaido, mit dem ihr anschließend noch kochen könnt, ist Geschmackssache und macht preislich auch einen deutlichen Unterschied. Wir schnitzen meist kleine Zierkürbisse, in diesem Jahr einen Hokaido.

Als Werkzeuge empfehlen sich:

  • Ein scharfes (!) Messer mit schmaler Klinge – Achtung, stumpfe Messer sind eben NICHT ungefährlicher, sondern weitaus gefährlicher – es muss mehr Kraft aufgewendet werden, die Gefahr, abzurutschen, potenziert sich!
  • Ein Esslöffel
  • Deko-Schnitzwerkzeuge, vorzugsweise solche Melonen-Ausstecher und Kugelformer. Damit lassen sich Kürbisse superleicht aushöhlen.
  • Optional: ein Skalpell für extrem feine Strukturen oder zum Vorritzen der Schale. Gibt es im Bastelladen – aber Vorsicht: kraftvolles Schneiden ist damit unmöglich. Allein beim Anritzen haben wir zwei Klingen abgebrochen, also gleich an Ersatzklingen denken.
  • Einen feinen Edding zum Vorzeichnen der Ausschnitte.
  • Teelichte zum Beleuchten und ein Stabfeuerzeug zum Entzünden.

Den Deckel idealerweise im Kreuzschnitt vorstechen und dann einfach aushebeln. Das Fruchtfleisch bis auf etwa einen Zentimeter abschneiden.
Nun mit Löffel und Garnierwerkzeug das Innenleben des Kürbis nach außen befördern – an den Rändern mit etwas Gefühl, insgesamt können hier aber selbst Grobmotoriker wenig falsch machen.
Anschließend kurz prüfen, wie der Kürbis später steht, und die Strukturen zum Ausschneiden vorzeichnen – entweder nach eigenen Vorstellungen oder nach Vorlagen, die es im Web zuhauf gibt. Dann beginnt der Ausschnitt:
Vorsichtig mit einer scharfen Messerspitze entlang der vorgezeichneten Linien fahren – Achtung, gerade einzeln stehende Zähne brechen leicht ab!
Dann mit dem Messer langsam den Schnitt vertiefen – dabei nicht weiter in den Kürbis einstechen als nötig. Je schmaler die Klinge ist, desto leichter lässt sie sich auch in Rundungen lenken.
Anschließend kommt die Feinkorrektur: Überstehendes Fruchtfleisch vorsichtig mit dem Messer abtragen, Fransen und Schnittkanten begradigen – und fertig!

Achtet darauf, dass gerade bei kleinen Kürbissen kein Fruchtfleisch und kein Deckel über dem Teelicht liegen dürfen – sonst fängt das Ganze an zu stinken und schlimmstenfalls zu schmoren. Über der Flamme muss immer genug Raum zur Entlüftung sein – bei Hokaidos und Co. besser auf den Deckel verzichten.

Wir sind gespannt: wer hat in diesem Jahr den schaurigsten Halloween-Kürbis?

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