Bei welchen Beschwerden zum Kinderarzt?

Eltern leiden häufig viel mehr mit ihren kranken Kindern, als wenn sie selbst krank werden. Je kleiner das Kind ist, umso mehr Sorgen macht man sich in der Regel. Das Immunsystem von Babys und Kleinkindern ist noch nicht komplett ausgereift, so dass sie natürlich auch viel anfälliger gegenüber vielen Erkrankungen sind. Erkältungskrankheiten und Magen-Darm-Infekte kommen sehr häufig vor, doch nicht immer ist der Gang zum Kinderarzt notwendig.

Beim ersten Kind sind Eltern selbstverständlich noch sehr unsicher, doch mit der Zeit entwickelt man ein Gespür dafür, wann ein Arztbesuch wirklich angebracht ist. Im Zweifelsfall sollte man lieber einmal mehr zum Kinderarzt gehen, dieser hat sicher immer Verständnis für die Sorgen und die Unsicherheit der jungen Eltern.

Fieber ist häufig aber meistens harmlos

Eine erhöhte Körpertemperatur ist bei kleinen Kindern nicht selten, meistens ist die Ursache nicht schlimm. Unter 100 Kindern mit Fieber leiden höchstens zwei unter einer ernsthaften Infektion. Bei Kindern kann schon ausgiebiges Toben, Stress oder zu warme Bekleidung zu einer leichten Erhöhung der Körpertemperatur führen.

Wichtig ist, dass das Kind viel trinkt, Wadenwickel können beim Fiebersenken hilfreich sein. Ist das Kind jedoch sehr schlapp und teilnahmslos oder kommen noch weitere Symptome wie Magen-Darm-Beschwerden, Ausschläge oder starke Kopfschmerzen dazu, so steht der Gang zum Arzt an. Auch wenn das Fieber am nächsten Morgen noch nicht gesunken ist oder länger als drei Tage anhält, sollte man zum Kinderarzt gehen.

Erkältungskrankheiten sind häufig

Gerade in der kalten Jahreszeit jagt ein grippaler Infekt den nächsten. So lange nur die Nase läuft und das Kind leicht hustet, können Hausmittel zur Linderung und mehr Ruhe ausreichen. Sobald Fieber dazu kommt, ist das ein Zeichen, dass es sich doch um einen schwereren Infekt handelt.

Bei Kindern unter sechs Monaten sollte man immer lieber einmal mehr zum Kinderarzt gehen, vor allem wenn sie fiebern. Wirkt das Kind stark erschöpft und teilnahmslos sollte man damit auch nicht warten. Sollte sich die Erkältung nach spätestens einer Woche nicht bessern oder sich plötzlich verschlimmern ist der Kinderarzt aufzusuchen.

Das gleiche gilt auch für das Auftreten von Ohrenschmerzen, Heiserkeit, bellendem Husten, Atemproblemen, deutlich geschwollenen Lymphknoten oder einer grün-gelben Verfärbung des Schnupfen-Sekretes.

Magen-Darm-Beschwerden ernst nehmen

Sollte es zu Erbrechen und/oder Durchfall kommen, muss man immer sehr wachsam sein. Der Körper des Kindes verliert schnell viel Flüssigkeit und droht auszutrocknen. Bauchschmerzen sind dagegen häufig harmlos, dahinter kann auch nur Angst oder Aufregung stecken. Treten diese jedoch häufiger auf, kommen Fieber, Durchfall oder Erbrechen hinzu, so ist ärztlicher Rat gefragt.

Jedes Kind leidet im Durchschnitt ein- bis zweimal jährlich unter Durchfall, Ursache sind Viren oder Bakterien, es kann aber auch an einem Zuviel an Nahrung oder einer Kostumstellung liegen. Anzeichen einer Austrocknung ist verminderte Urinproduktion (trockene Windeln). Zunächst ist das Kind unruhig und schreit viel, verschlechtert sich der Zustand wird das Kind eher apathisch und weint kaum mehr. Bei diesen Anzeichen ist unverzüglich ein Arzt oder gar das Krankenhaus aufzusuchen.

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