Bildungs(un)gerechtigkeit

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Bild:pixelio.de/Dieter Schütz

Alljährlich läutet das Ende der Osterferien auch zugleich an den Schulen den Endspurt vor den großen Zeugnissen an. Für die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen der Grundschule und deren Eltern nimmt das Abschlusszeugnis einen besonderen Stellenwert ein, entscheidet es doch über den weiteren Bildungsweg der Kinder und legt damit schon in frühen Jahren den Grundstein für die Laufbahn, die das Kind als Erwachsener einschlagen wird.

Vier Jahre Grundschule sind schneller vorüber, als Eltern es bei der Einschulung erwarten. Danach steht der zweite große Einschnitt im Leben von Eltern und Kindern an, der Schulwechsel. Oft geraten Eltern ins Grübeln, wenn es darum geht, auf welche Schule ihre Kinder wechseln sollen, denn den Empfehlungen ist nicht immer zu trauen. Dies belegen Studien, die zu diesem Thema angefertigt wurden. Dabei stellte sich immer wieder heraus, dass bei den Empfehlungen nicht nur auf die Leistungen der Kinder, sondern auch den sozialen Status der Eltern ankommt. So ist die Chance für ein Kind aus einer Akademikerfamilie ganze drei Mal so hoch, eine Empfehlung für das Gymnasium zu erhalten, wie für ein Kind, welches aus einer Arbeiterfamilie kommt, auch wenn es die gleichen Noten hat.

Schon vor rund anderthalb Jahren kamen Schulforscher bei der großen „Iglu Studie“, die an Grundschulen durchgeführt wurde, zu dem Ergebnis, dass beim Schulwechsel der soziale Status einen großen Einfluss auf die Schulempfehlung hat. Daran hat sich bis heute nichts geändert, wie neue Zahlen des Instituts für Schulentwicklungsforschung in Dortmund jetzt belegen.

Eltern sollten daher nicht nur auf Grund der Empfehlung der Schule die Wahl der weiterführenden Schule treffen, sondern dabei immer die Noten und das Lernverhalten ihrer Kinder in den Mittelpunkt stellen.

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