Brände im Kinderzimmer – eine unterschätzte Gefahr

In den vergangenen Wochen wurden mehrere Kinder durch Wohnungsbrände schwer verletzt oder gar getötet – und nicht selten ist ausgerechnet das Kinderzimmer, ein vermeintlich sicherer und friedlicher Ort, der Brandherd. Warum das so ist und was Eltern unternehmen können, um ihren Kindern und sich selbst mehr Schutz zu bieten, haben wir an dieser Stelle zusammengefasst.

Wohnungsbrände sind eine völlig unterschätzte Gefahr: in Zeiten von Kunststoffen, Synthetikstoffen und jeder Menge Elektronik breiten sich Brände oft rasend schnell aus, wird man im Schlaf von den Flammen überrascht, kommt oft jede Hilfe zu spät. Insbesondere die giftigen Rauchgase, die bei einem Brand entstehen, können verheerende Auswirkungen haben und so schnell bewusstseinsmindernd wirken, dass eine selbständige Befreiung aus dem Brand nicht mehr möglich ist.
Erst vor wenigen Tagen wurde ein elfjähriges Mädchen bei einem Brand in Merseburg, der ausgerechnet nachts im Kinderzimmer entstand, schwer verletzt. Ein paar Tage zuvor wurden ein sechsjähriger und seine Mutter bei einem Brand verletzt, als der Junge in Oer-Erkenschwick zündelte. Im März endete ein Brand für einen Fünfjährigen in Hofgeismar tödlich. Die Liste ist lang – was kann man dagegen tun?

Das Wichtigste: Aufklärung. Machen Sie Ihrem Kind deutlich, welche Gefahr ein vermeintlich harmloses Streichholz darstellen kann. In vielen Orten bieten die örtlichen Feuerwehren Ferienprogramme für Kinder an, in denen Kindern in sicherer Entfernung demonstriert wird, wie schnell sich ein Feuer ausbreitet.
Achten Sie darauf, dass sich keine Streichhölzer, Feuerzeuge oder Kerzen im Kinderzimmer befinden.
Installieren Sie gute Rauchmelder: die Feurwehr rät von Artikeln aus dem 1 Euro-Shop ab – investieren Sie lieber ein paar Euro mehr in die Gesundheit Ihrer Familie. Wichtig: prüfen Sie auch regelmäßig den Batteriezustand der Rauchmelder und beachten Sie die Bedienungsanleitung.
Eine häufige Brandursache sind Tischsteckdosen und Nachttischlampen: achten Sie beim Kauf elektrischer Geräte auf das VDE-Siegel.

Mit diesen Maßnahmen schließen Sie einen Brand im Kinderzimmer nicht gänzlich aus – aber Sie reduzieren die Gefahr dadurch drastisch.

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