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Für Kinder einen strukturierten Alltag schaffen

Kinder brauchen für ihre Entwicklung vor allem Orientierung und Sicherheit im Alltag. Gewisse Strukturen im täglichen Ablauf sind wichtig, damit Kinder sich geborgen und sicher fühlen können.

In unserer heutigen Gesellschaft ist es nicht immer ganz einfach, einen festen Rhythmus einzuhalten. In vielen Familien sind beide Elternteile berufstätig, außerdem müssen bestimmte Termine eingehalten werden, und auch die Mitgliedschaft in Vereinen prägt den Alltag.

Ein paar Fixpunkte geben Struktur vor

Der Alltag lässt sich nicht immer exakt planen, trotz fester wöchentlicher Termine kann auch immer etwas unvorhergesehenes kurzfristig alles durcheinander werfen. Ist ein Tag von vorne bis hinten durchgeplant, dann kann das auch schnell sehr langweilig werden, das soll ja auch nicht der Fall sein.

Es ist jedoch wichtig, dass man ein paar tägliche Fixpunkte hat, auf deren Einhaltung man so wie möglich bestehen sollte. Sie bilden ein gewisses Gerüst und den Kindern Zeiten, auf die sie sich fest verlassen können. Um dieses Gerüst herum kann man dann auch immer wieder Neues in den Tag mit einbauen, ohne dass die Struktur im wesentlich verloren geht.

Das Wir-Gefühl in der Familie wird auch gestärkt, indem man bestimmte Aktivitäten zusammen immer am selben Tag ausführt. So kann man einen festen Spieleabend einplanen, einen regelmäßigen Besuch im Schwimmbad oder den gemeinsamen Wocheneinkauf.

Wichtige Stationen im Tagesablauf

Während des Tages gibt es viele Stationen, die man zeitlich ziemlich genau planen kann. Es fängt schon morgens beim Aufstehen an, wenn der Wecker rechtzeitig gestellt wird, kann man mit einem gemeinsamen Frühstück in den Tag starten.

Kinder kommen dann mittags aus dem Kindergarten oder der Schule, dann kann ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm stehen. Indem man drei feste Essenszeiten am Tag einplant, hat man schon mal eine gute Grundstruktur für den Alltag.

Es ist ja nicht so tragisch, wenn es dann auch mal etwas später wird, gemeinsame Mahlzeiten sind für die Entwicklung der Kinder äußerst wichtig. Es geht dabei um mehr als die Nahrungsaufnahme, denn beim Essen kann auf jeder von seinen Erlebnissen oder Problemen erzählen.

Am Nachmittag stehen häufig verschiedene Termine auf dem Programm wie Sportvereine oder das Spielen mit Freunden. Bevor es ans Abendessen geht, könnte man die Regelung einführen, dass die Kinder ihre Zimmer aufzuräumen haben.

Bevor es dann zu Bett geht, freuen sich vor allem die kleineren Kinder über ein bestimmtes Ritual, damit sie zur Ruhe kommen können.

Spontaneität darf nicht verloren gehen

Trotz aller Struktur und Gleichmäßigkeit, sollten Familien sich auch immer ein gewisses Maß an Spontaneität bewahren, damit keine Langeweile und damit Frust aufkommt. Ist jeder Tag komplett verplant, bleibt die Kreativität der Kinder irgendwann auf der Strecke, und häufig überfordert es die Kinder auf Dauer auch.

Kinder entwickeln sich ja auch weiter, so dass man die Abläufe von Zeit zu Zeit überdenken und gegebenenfalls anpassen sollte. Mit den weiterhin festen Essenszeiten sind solche Veränderungen überhaupt kein Problem.

Ängstliche Kinder zu mehr Mut erziehen

Ängste kann es bei Kindern in jedem Alter geben, in bestimmten Lebensphasen sind sie aufgrund ihrer Entwicklung jedoch besonders anfällig dafür. Angst hat auch eine wichtige Funktion, denn sie mahnt Kinder zur Vorsicht und eigene Grenzen zu erkennen. Für Kinder ist es schwierig, Dinge komplett mit ihrem Verstand zu erfassen, so dass ihre Ängste stärker ausgeprägt sind als bei Erwachsenen.

Eltern können häufig nur schlecht mit den Kinderängsten umgehen, da sie sich nicht in die Kleinen hineinversetzen können und nicht verstehen, dass die Ängste für Kinder ganz real sind. Doch ängstliches Verhalten ist in der Regel vollkommen normal, professionelle Hilfe wird nur in den wenigsten Fällen benötigt.

Man kann Kinder auch zur Angst erziehen

Natürlich gibt es Kinder, die von Natur aus einfach ängstlicher sind, als andere, das hat auch etwas mit dem Charakter zu tun. Doch Eltern können ihr Kind auch regelrecht zur Angst erziehen. Wenn Babys und Kleinkinder ihre Welt entdecken, möchten Eltern sie so gut es geht beschützen. Doch eine überbehütete Erziehung kann auch ängstliche Kinder machen.
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Kindern aktiv zuhören

Kindern zuzuhören, das wird für die meisten Eltern wohl selbstverständlich sein. Doch es geht auch darum, wie man seinen Kindern zuhört, aktives Zuhören ist nämlich enorm wichtig für die Entwicklung. Seit den 50er Jahren engagiert sich der amerikanische Psychologe Thomas Gordon für eine gewaltfreie Erziehung von Kindern.

Die Eltern-Kind-Bindung soll unter anderem auch durch das aktive Zuhören gestärkt werden. Das Kind lernt dabei Gefühle auszudrücken und Probleme selber zu lösen. Auf diese Weise wird das Selbstbewusstsein schon ab dem Kindergarten- oder Schulalter gestärkt, bei kleineren Kindern macht diese Erziehungsmaßnahme noch keinen allzu großen Sinn. Man kann aber auch durchaus schon mit Kleinkindern darauf hinarbeiten.

Zuhören und gemeinsam Lösungen finden

Normalerweise sollte es selbstverständlich sein, dass Eltern ein offenes Ohr für die Probleme und Ängste ihrer Kinder haben. Doch wenn ein Kind diese äußert, dann wird es von den Erwachsenen leider häufig missverstanden. Dann gibt man dem Kind gut gemeinte Ratschläge oder versucht, es zu belehren oder zu warnen, doch im Endeffekt fühlt es sich gar nicht wirklich verstanden. Irgendwann kann es dann zu einer regelrechten Blockade in der Kommunikation zwischen Eltern und Kind geben.
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Der richtige Umgang mit visuellen Medien

Die visuellen Medien gehören mittlerweile fest zu unserem Alltag dazu, wir können sie auch nicht mehr von unseren Kindern fernhalten. Deshalb ist es umso wichtiger, ihnen den richtigen Umgang damit beizubringen. Fernseher, Computer und Co. können sogar bei Erziehung und Bildung behilflich sein, sollen aber nicht als Babysitter missbraucht werden. Ein maßvoller Umgang damit ist das A und O, und da sollten Eltern unbedingt ein Auge darauf haben.

Der kindgerechte Fernsehkonsum

Filme im Fernsehen oder auf DVD anzuschauen gehört zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen von Kindern. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, wenn man ein paar Punkte beachtet. Eltern sollten ihre Kinder nur Filme und Sendungen ansehen lassen, die auch für ihre Altersstufe ausgezeichnet sind. Auch wenn manche die Altersvorgabe bei den Filmen als vollkommen überzogen ansehen, so hat man sich dabei durchaus etwas gedacht.
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Geduldsprobe während der Trotzphase

Es gibt viele schwierige Phase in der Entwicklungszeit unserer Kinder, doch eine der anstrengendsten ist sicher die Trotzphase, die etwa im Alter von zwei Jahren beginnt. Das Kleinkind wird urplötzlich stur und eigenwillig und strapaziert damit die Nerven der Eltern doch sehr stark.

Sobald Kinder sich durch Krabbeln oder Laufen fortbewegen können, wird ihnen bewusst, was sie alles erreichen können, und sie möchten ganz alleine entscheiden, was sie wie, wo und wann machen. Das Kind lernt in dieser Zeit enorm viel Neues, die Kontrolle der Emotionen kann mit diesem Tempo jedoch nicht Schritt halten, deshalb kommt es zu den gefürchteten Wutausbrüchen.

Wichtige Lerneffekte für das Kleinkind

Die Trotzphase stellt also einen ganz wichtigen Lernprozess dar, denn das Kleinkind entdeckt seine soziale Intelligenz und muss den richtigen Umgang damit noch lernen. Das Kind lernt, dass es nur lange genug durchhalten muss, um etwas zu erreichen. Für die Eltern ist das extrem anstrengend, aber nur so kommen die Kleinen gut durch ihre ersten Lebensjahre.

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Die Montessori-Pädagogik

Montessori ist eine spezielle Form der Pädagogik, die in Kindergärten und Schulen zum Einsatz kommen kann. Die italienische Ärztin Maria Montessori entwickelte schon Ende des 19. Jahrhunderts eine ganz besondere Bildungsphilosophie, welche die Pädagogik revolutionieren und humaner gestalten sollte.

Bei diesem Erziehungsstil geht es in erster Linie darum, Kinder zu mehr Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein zu erziehen und sie auf diesem Weg nur zu begleiten. Das Konzept soll eine Alternative zu herkömmlichen Lernmethoden darstellen, Kinder werden in ihrer Entwicklung maximal gefördert.

Die Grundgedanken der Montessori-Pädagogik

Bei dieser Form der Pädagogik geht es darum, dass man sich immer am Alter und der Entwicklung des Kindes orientiert und es altersgerecht fördert. Jedes Kind ist ein eigenständiges Wesen mit individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen. Während der Entwicklung gibt es immer wieder Zeiten, in denen Kinder ganz besonders sensibel sind. In diesen Phasen können sie in besonderem Maße ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten verbessern.

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Der Umgang mit ADHS

Wenn man Kinder mit ADHS in der Familie hat, dann ist der Alltag nicht immer einfach. Die Betroffenen können Regeln nur schwer akzeptieren und haben eine sehr niedrige Frustrationstoleranz. Nicht nur für die Eltern und Erzieher tauchen immer wieder Probleme auf, auch nicht betroffene Geschwister haben es nicht leicht.

Die Eltern brauchen viel Geduld und Aufmerksamkeit für die ADHSler, so dass andere Familienmitglieder nicht selten hinten anstehen müssen. Es gibt ja auch die Aufmerksamkeitsdefizitstörung ohne Hyperaktivität, im Folgenden soll es jedoch um die hyperaktiven Kinder gehen.

Klare Grenzen und feste Strukturen

Kinder brauchen grundsätzlich Zuverlässigkeit, einen geregelten Tagesablauf und Strukturen, für Kinder mit ADHS ist dich jedoch umso wichtiger. Kleine Chaoten sind ADHSler nun einmal, deshalb sollte man für sie eine Umgebung schaffen, die ihnen Halt und Sicherheit vermittelt, das gelingt am besten mit klaren Strukturen. Der Tagesablauf sollte sehr regelmäßig sein, die Zeiten für die einzelnen Mahlzeiten ziemlich genau festgelegt, und auch die Schlafenszeit vorgegeben sein.

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