Das Kind muss ins Krankenhaus – was nun?

Die meisten Erkrankungen bei Kindern lassen sich vom Kinderarzt gut behandeln. Doch manchmal sind auch Operationen notwendig, für die das Kind stationär im Krankenhaus aufgenommen werden muss.

Das ist für die Eltern natürlich erst einmal ein Schock, denn mit dem Krankenhausaufenthalt und dem bevorstehenden Eingriff sind auch allerhand Ängste und Sorgen verbunden. Gerade für das Kind ist es jedoch wichtig, dass die Eltern dann einen möglichst kühlen Kopf bewahren, damit sich ihre Ängste nicht auf ihr Kind übertragen.

Was muss mit ins Krankenhaus?

Zunächst benötigt das Krankenhaus ein paar wichtige Unterlagen für die Aufnahme. Dazu gehört natürlich der vom behandelnden Arzt ausgefüllte Einweisungsschein, auf dem auch die Diagnose vermerkt ist. Häufig gibt der Arzt auch noch Röntgenbilder oder einen Arztbrief inklusive der Unterlagen zu den bisherigen Untersuchungen mit.

Daneben müssen auch das Heft für die Vorsorgeuntersuchungen und der Impfpass mit ins Gepäck, die Krankenversicherungskarte gehört ebenfalls dort hinein. In die Krankenhaustasche gehören Schlafsachen, ein Bademantel, bequeme Kleidung wie ein Jogginganzug, Unterwäsche, Socken, Hausschuhe, Wasch- und Zahnputzzeug und bei kleineren Kindern natürlich das liebste Kuscheltier.

Mit dem Kind im Krankenhaus

Das Kind sollte im Vorfeld bereits einfühlsam auf den Aufenthalt im Krankenhaus vorbereitet werden. Es gibt auch gute Bücher, um ihnen den Alltag im Krankenhaus etwas näher zu bringen („Heute gehen wir ins Krankenhaus“ von Susa Hämmerle).

Am Tag der Aufnahme meldet man sich auf der Kinderstation an, die Schwestern kümmern sich dann um alles und bringen den kleinen Patienten und seine Begleitperson aufs Zimmer. Später erfolgt dann eine Eingangsuntersuchung und eine Besprechung zum weiteren Ablauf.

In vielen Krankenhäusern ist es möglich, dass ein Elternteil stationär mit aufgenommen wird, das hängt auch immer vom Alter des Kindes ab. Die Mutter oder der Vater kann dann in auf einer Liege mit im Krankenzimmer schlafen und rund um die Uhr beim Kind sein.

Vorab sollte man die Kostenübernahme mit der Krankenkasse absprechen, in der Regel wird nur ein Teil der Kosten übernommen, so dass ein Eigenanteil zu entrichten wäre, da man in der Klinik ja auch verpflegt wird.

Die Bedingungen variieren von Krankenkasse zu Krankenkasse und sind auch vom Alter des Kindes und der Art des Eingriffes abhängig. Falls eine Mitaufnahme in einer Klinik nicht möglich ist, so gibt es für die Eltern zumindest bei den Besuchszeiten keine Einschränkung, so dass man zumindest die Tage mit dem Kind verbringen kann.

Ängste nehmen, aber ehrlich bleiben

Ein Aufenthalt im Krankenhaus ist nicht angenehm, es kann auch Untersuchungen oder Eingriffe geben, die Schmerzen oder andere Unannehmlichkeiten mit sich bringen, das kann man dem Kind leider nicht abnehmen.

Es ist wichtig, dass man dem Kind Sicherheit vermittelt und versucht, ihm Ängste zu nehmen. Allerdings muss man dabei unbedingt ehrlich bleiben. Sollte eine Untersuchung eventuell mit Schmerzen verbunden sein, so darf man nicht das Gegenteil behaupten, um das Kind zu beruhigen.

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