Das Kinderspiel nicht als selbstverständlich nehmen

Das Spiel ist die Arbeit der Kinder. So zumindest könnte man es ausdrücken. Doch die Zahl der Kinder, die nicht spielen können, nimmt immer mehr zu. So beobachten Erzieherinnen immer wieder Kinder, die im Kindergarten teilnahmslos herumstehen, oder bereit gestelltes Spielzeug nicht zu nutzen wissen. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein.

Auch wenn es sonderbar erscheint, Kinder, die nicht spielen können, gibt es immer wieder. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. So kann es durchaus passieren, dass ein Kind von seinen Eltern sehr viel Anleitung und gemeinsames Spiel erfährt. Auch die Angebote der Eltern sind ausgewogen, vielseitig und fördern die Kinder. Wird allerdings vergessen, dass Kinder auch Freiraum brauchen, ein Spielzeug oder Angebot selbstständig zu erproben und zu entdecken, so kann daraus tatsächlich eine Situation entstehen, dass Kinder neuen Angeboten gegenüber keine Neugier zeigen und diese nicht selbstständig ausprobieren, da sie es nie gelernt haben.

Allerdings kann auch Stress oder Gewalterfahrung eine Ursache für nicht spielende Kinder sein. Kinder mit diesem Hintergrund fühlen sich oft verunsichert, da sie sich nicht in einer geschützten Umgebung fühlen, in der sie sich ungehindert erproben können. Sie ziehen sich lieber zurück.

Aber auch Kinder, die daheim nur über einseitige Spielmaterialien verfügen, haben keine Möglichkeit das Spiel zu erlernen. Auffällig werden diese Kinder im Kindergarten dadurch, dass sie zwar alle Materialien begeistert annehmen, aber nicht ausprobieren beziehungsweise bespielen. Hier kann nur dazu geraten werden, Kindern ein breites Angebot an Spielmaterialien vom Bauklotz über Kuscheltier bis hin zu Alltagsgegenständen anzubieten. Dabei sollten die Kinder auch Freiraum behalten, diese Materialien selbstständig zu erproben.

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