Dem Kind den Schnuller abgewöhnen

Die meisten kleinen Kinder wachsen mit einem Schnuller auf, er hat eine beruhigende und tröstende Wirkung. Somit ist er nicht nur für die Kinder ein treuer Begleiter, auch den Eltern kann er den Alltag wesentlich erleichtern. Doch spätestens wenn das Kind ins Kindergartenalter kommt, kann ein schwerer Gang bevorstehen.

Einige Kinder fühlen sich selbst schon zu groß für einen Schnuller, bei anderen kann das Abgewöhnen zu einem regelrechten Kampf werden. Eltern lassen sich die tollsten Dinge einfallen, um ihrem Kind den Schnuller wieder abzugewöhnen, ein paar Ideen und Tipps haben wir nachfolgend zusammengetragen.

Kein Dauernuckeln erlauben

Grundsätzlich sollten Eltern den Einsatz des Schnullers von Anfang an dosieren. Es ist nicht empfehlenswert, dem Kind bei jedem Meckern oder Quengeln in den Mund zu stecken. Nur wenn keine Ablenkung oder Versuche zum Beruhigen mehr helfen, dann kann dem Baby zur Beruhigung der Schnuller angeboten werden, oder um das Einschlafen zu erleichtern.

Gewöhnt man dem Baby noch im ersten Lebensjahr den Schnuller ab, so gelingt dies meistens viel leichter, oft wird zum Beispiel ein Schmusetuch als Ersatz akzeptiert. Je älter das Kind ist, und umso häufiger der Nuckel zum Einsatz kam, umso schwieriger wird es sich mit dem Abgewöhnen tun.

Den Schnuller nicht einfach wegwerfen

Der einfachste Weg wäre natürlich, den Schnuller einfach zu entsorgen. Davon raten Pädagogen jedoch dringend ab, denn es ist schließlich für viele Kinder die erste große «Trennung», die stattfindet. Kinder müssen mit Verzicht zurecht kommen, sie sollten also bei diesem Schritt ein wenig mit entscheiden können. Es ist besser, das Kind schrittweise vom Schnuller zu entwöhnen, das gelingt meistens leichter.

Schon lange bevor der endgültige Abschied vom Schnuller ansteht, sollte man den Gebrauch langsam reduzieren. Man kann ein kleines Kästchen aufstellen, in dem der Trostspender aufbewahrt wird, wenn er nicht benutzt wird. Es sollten nicht in der Wohnung mehrere Schnuller griffbereit liegen, sonst werden sie oft nur aus Langeweile oder Gewohnheit in den Mund gesteckt. Größeren Kindern ab etwa zwei Jahren kann man auch schon versuchen zu erklären, dass sie jetzt eigentlich schon zu groß für einen Schnuller sind.

Bestimmte Rituale beim Abschied vom Schnuller

Vielen Kindern helfen bestimmte Geschichten oder Rituale, um sich vom Schnuller dauerhaft verabschieden zu können. Manche Eltern erzählen zum Beispiel von der Schnullerfee, bei der man den Schnuller gegen ein Geschenk eintauschen kann. So kann man mit dem Kind den Schnuller verpacken und an die Schnullerfee schicken. Am kommenden Tag erwartet das Kind dann ein Geschenk im Austausch dafür.

Andere begraben ihren Schnuller einfach im eigenen Garten, auch so kann man Abschied nehmen. Im Handel gibt es auch ganz liebevoll gestaltete Bücher, die bei der Abgewöhnung des Schnullers hilfreich sein können. So wären zum Beispiel „Tschüß, mein kleiner Schnuller“ von Dr. med. Ursula Keicher oder „Moritz Moppelpo braucht keinen Schnuller mehr“ von Hermien Stellmacher zu empfehlen.

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