Eltern können kleine Splitter bei Kindern selbst entfernen

Entdecken Eltern bei ihren Kindern in der Haut einen kleinen Splitter aus Glas oder Holz, so können sie diesen selbst entfernen. Vorrausetzung ist, dass der Splitter aus der Haut herausragt, und nicht zu tief sitzt. Wenn sich mit der Pinzette der Splitter nicht gut greifen lässt, und diese tiefer in den Splitterkanal gedrückt werden muss, muss sie vorher desinfiziert werden. Dazu rät Ulrich Fegeler von Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln, die Pinzette vorher mit Alkohol abzureiben, oder kurz über ein Feuerzeug zu halten. Wichtig ist auch, die betroffene Stelle zu säubern, und nach dem Entfernen des Splitters diese mit einer antibiotischen Salbe zu behandeln. Ein Pflaster dient auch noch zum Schutz, um eine Infektion zu verhindern.

Um einen Splint herauszubekommen, hilft manchmal schon, die Stelle mit warmem Wasser einzuweichen. Das geht aber nicht bei einem Holzsplitter, denn dieser weicht bei Wasser auf. Kleine Dornen oder Kaktusnadeln können mit Wachs zur Haarentfernung oder mit einem Klebeband entfernt werden. Schaffen es die Eltern nicht, den Splitter zu entfernen, oder die Stelle schmerzt, so sollten die Eltern unverzüglich mit dem Kind zum Arzt gehen. Auch wenn der Fremdkörper entfernt ist, die Stelle sich rötet, entzündet, sich Eiter bildet, und auch die Schmerzen sich verschlimmern oder andere Infektionszeichen auftreten, ist sofort ein Arzt aufzusuchen, rät der Experte.

Sind Gegenstände wie Nägel, Widerhaken oder Zahnstocher in die Fußsohlen eingedrungen, dann sollten die Eltern keinesfalls versuchen, diese zu entfernen. Dazu müssen sie auf jeden Fall zum Arzt gehen. Wichtig ist auch, dass der Impfschutz gegen Wundstarrkrapf kontrolliert wird und wieder aufgefrischt wird.

Quelle: Märkische Allgemeine

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