Fall Muriel: Mutter infiziert Tochter wissentlich mit HIV

flickr.de / Auntie P

Wie kann man seinem Kind nur so etwas antun? Eine 40-jährige Frau steht jetzt in Graz vor Gericht, weil sie ihre eigene Tochter absichtlich der Aids-Gefahr auslieferte. Sie verweigerte dem elf Monate alten Mädchen die Behandlung und legte ihr Leben lieber in die Hände eines Scharlatans als in die fachkundige Hilfe der Schulmediziner zu vertrauen.

Kaum vorstellbar, wie eine Mutter so etwas fertig bringt. In dem Wissen, mit HIV infiziert zu sein, brachte sie ihr Kind dennoch heimlich und ohne ärztliche Betreuung zu Hause zur Welt. Sie verzichtete auf den Kaiserschnitt und Medikamente für sich und ihre Tochter. Sie gab dem Kind sogar die Brust. Die Staatsanwaltschaft geht darum davon aus, dass das Kind bei seiner rücksichtslosen HIV-kranken Mutter massiv gefährdet sei: Körperverletzung mit Dauerfolge lautet einer der Anklagepunkte.

Gegen den Rat der Ärzte hatte sie ihrer Tochter Medikamente vorenthalten, sie gestillt und sie auch zuvor bei der Geburt der Ansteckungsgefahr ausgeliefert. Außerdem hat die 40-jährige Frau ihre Hebamme massiv gefährdet, weil sie auch diese nicht von ihrer tödlichen Krankheit in Kenntnis setzte. Die Beamten und Ärzte habe sie mit ihren Aussagen außerdem verleumdet, so die Anklage.

Am 1. Februar 2009 wurde die kleine Muriel geboren. Mit drei Monaten sei sie zum erstem Mal im Krankenhaus gewesen, so schrieb ihre Mutter Barbara S. im Web. Die Ärzte dort meinten, sie habe ihre Tochter mit HIV angesteckt. Barbara S. sieht das anders: In ihren Augen gibt es Aids und HIV schlicht nicht. „Ein sogenannter HIV-Virus ist beim Menschen noch nie nachgewiesen worden.“, meint sie. Obschon ihr ebenfalls infizierter Mann bereits starb, leugnet sie die Krankheit. Weil sie selbst schon 20 Jahre mit dem Virus lebt, glaubt sie an eine Lüge. Pharmaindustrie, Behörden und Mediziner haben sich verschworen und eine Krankheit erfunden, so ihre These.

Bestätigung findet Barbara S. in dem Buch „Aids, die Krankheit, die es gar nicht gibt“ von Ryke Geerd Hamer. Der als Wunderheiler bekannte Deutsche hält Aids für eine „Allergie“. Er mischte sich in den Fall ein und versuchte, nicht nur die Familie, sondern auch die Behörden und Anwälte von seiner Theorie zu überzeugen.

Die Entscheidung über die Behandlung der kleinen Muriel liegt nun Gott sei Dank bei den Behörden. Das Mädchen und seine drei älteren Geschwister sind nun bei Pflegeeltern – wo sie hoffentlich voerst bleiben. Der Mutter drohen bis zu 5 Jahre Haft.

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