Freie Hebammen sehen sich vor dem Aus

Foto:pixelio.de/I.Scharfschwerdt

Die Hebamme begleitet werdende Mütter von den ersten Monaten der Schwangerschaft, stehen ihnen während der Geburt zu Seite und sind auch noch lange nach dem ersten Schrei des Babys in den Armen der glücklichen Eltern mit Rat und Tat zur Stelle.

Hebammen sind Vertraute der Schwangeren, sie kommen zu ihnen ins Haus, untersuchen Mutter und das Ungeborene. Sie haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Note der Schwangeren, sind ihnen Halt, wenn die Wehen einsetzen und fahren mit ihnen in die Klinik, helfen dem Baby das Licht der Welt zu erblicken.

Auch in der Zeit nach der Geburt des Kindes stehen sie beratend zur Seite, sei es zu Fragen von Rückbildung bis hin zur Babymassage oder Babypflege. Viele freiberufliche Hebammen jedoch sehen sich jetzt vor dem Aus, da ab dem 1. Juli die jährliche Haftpflichtprämie für das Berufsrisiko Geburtshilfe auf 3689 Euro steigen soll. Dies würde für viele Hebammen bedeuten, sich ihrem Traumberuf nicht mehr in Gänze widmen zu können. Für die schwangeren Frauen würde dies bedeuten, dass sie künftig die Geburt stets mit einer für sie unbekannten Hebamme in einem Krankenhaus erleben müssten.
Die Hebammen hoffen nun, dass ihre derzeit laufende Petition an den Bundestag noch etwas an der geplanten Versicherungsanhebung ändert, oder sich die Kliniken beziehungsweise die Krankenkassen verstärkt engagiert. Unterstützt werden die freien Hebammen dabei nicht nur von „ihren Müttern“, wie sie sie nennen, sondern auch von ihren angestellten Kolleginnen.

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