FSME-Impfung bei Kindern

Frühjahr ist auch Zeckenzeit, die kleinen Sauger lauern nicht nur im Wald, sondern auch im hohen Gras. Leider sind die Spinnentiere nicht so harmlos, wie sie aussehen, denn sie können zwei Infektionskrankheiten durch ihren Biss übertragen.

In den vergangenen Jahren hörte man immer wieder von schweren Verläufen der Borreliose oder der FSME, das ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningo-Enzephalitis. Deshalb wird Erwachsenen, die in den Risikogebieten leben eine FSME-Impfung empfohlen, doch wie sieht es bei Kindern aus?

Kinder sind in der Freizeit besonders gefährdet

Kinder halten sich im Frühling und Sommer häufig im Freien auf und spielen auch gerne auf Wiesen. Selbst im Garten lauert die Gefahr. Vor Borreliose kann man sich bisher leider nicht schützen, doch gegen die FSME gibt es eine Impfung.

Eine Impfung wird für alle Menschen empfohlen, die in einem Risikogebiet leben, diese befinden sich vor allem im südlichen Teil von Deutschland. Ein besonders hohes Risiko besteht in ganz Bayern und Baden-Württemberg, sowie in Teilen von Thüringen, Hessen und dem Saarland.

Eltern sind sich unsicher, ob sie ihre Kinder auch gegen FSME impfen sollen, denn gerade bei Babys und Kleinkindern bergen Impfungen auch immer minimale Risiken.

FSME-Impfung bei Babys und Kleinkindern?

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts gibt immer aktuelle Impfempfehlungen. Laut diesem Institut, sollten Kinder bis zu einem Alter von drei Jahren nach Möglichkeit nicht gegen FSME geimpft werden.

Die momentan verfügbaren Impfstoffe sind zwar auch für Kinder ab einem Alter von 12 Monaten offiziell zugelassen. Dennoch macht eine Impfung unter drei Jahren nur wenig Sinn, denn bei kleinen Kindern würde eine FSME-Infektion in der Regel sehr mild verlaufen.

Mit bleibenden Schäden muss man wie bei Erwachsenen nicht rechnen. Dafür zeigen viele Kleinkinder eine Reaktion auf die Impfung in Form von Fieber. Kinderärzte sind meistens eher zurückhaltend, wenn es um die FSME-Impfung bei Kindern geht.

Impf-Empfehlung frühestens für Kinder ab sechs Jahren

Kinder unter sechs Jahren sollten also nur in Ausnahmefällen eine FSME-Impfung erhalten, zum Beispiel wenn sie einen Waldkindergarten besuchen oder wenn man einen längeren Wanderausflug mit der Familie unternimmt.

Der Arzt sollte immer zusammen mit den Eltern abwägen, ob die Impfung im gegebenen Fall wirklich sinnvoll ist. Nicht alle Menschen sind für Zecken gleichermaßen interessant, denn sie orientieren sich an bestimmten Duftstoffen.

So kann man sich eventuell auch daran orientieren, ob das Kind bisher trotz vielen Aufenthalten im Wald und auf Wiesen jemals einen Zeckenbiss hatte. Zecken sind zwischen März und November in der Natur aktiv, man muss mindestens sechs Wochen warten, bis der komplette Impfschutz vorhanden ist.

Geimpft wird jeweils in drei Dosen, zwei Impfungen erfolgen innerhalb von vier bis 12 Wochen, die dritte dann nach neun bis 12 Monaten. Aufgefrischt werden muss die Impfung dann nur noch alle drei bis fünf Jahre.

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