Gebrochenes Herz braucht Hilfe

Bild: Pink Sherbet Photography/flickr.com

Die Pubertät ist eine, vorsichtig ausgedrückt, sehr spannende Zeit für Eltern und Kinder. Irgendwann in dieser Zeit der sich überstürzenden Gefühle wird sich das Kind das erste mal verlieben, aber leider auch das erste Mal den Liebeskummer erleben. Jetzt ist Hilfe für das gebrochene Herz gefragt.

Gestern noch schwebte der Teenager auf Wolke Sieben zum Frühstück, heute sagt der Blick eindeutig, dass Katzenjammer angesagt ist. Auch wenn Eltern aus eigener Erfahrung wissen, dass schon morgen das nächste Herzklopfen, die nächste Verliebtheit bei ihrem Kind an der Tagesordnung sein kann, für den Teenager ist das Ende der ersten scheinbar unendlich großen Liebe der Weltuntergang. Sprüche à la „Liebeskummer lohnt sich nicht“ tragen in einer solchen Situation nur dazu bei, dass das Kind sich noch schlechter fühlt und weiter von den scheinbar verständnislosen Eltern abkapselt. An erster Stelle steht die Bereitschaft, für das Kind da zu sein und Gesprächsbereitschaft zu signalisieren, aber auch Trost und Kuscheln anzubieten, wenn das Kind es wünscht. Manchmal braucht das Kind auch schlicht eine gemeinsame Zeit, die für Ablenkung sorgt und ihm Liebe und Geborgenheit vermittelt.

Manche Teenager suchen allerdings lieber das Gespräch mit der besten Freundin oder dem besten Freund und reagieren schroff und abweisend. Dies müssen Eltern akzeptieren, am besten gelingt dies, wenn versucht wird, sich an die eigene Erfahrung der ersten Liebeskummer zu erinnern. Dies kann auch dem Kind helfen, wenn ehrlich über die eigenen Erfahrungen geredet wird.

Liebeskummer ist in der Regel zum Glück nicht von Dauer, wenn das Kind allerdings beginnt, sich in der Trauerrolle zu verkriechen, sollte ein klares Wort spätestens gesprochen werden.

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