So gelingt das Stillen – die besten Tipps

Stillen ist das Beste für das Baby, und auch die junge Mutter kann davon profitieren. Die Beziehung zwischen Mutter und Kind wird dadurch vertieft und es wird eine unvergessliche und einmalige Zeit im Alltag mit dem Baby.

Normalerweise ist das Stillen besonders praktisch, denn die Nahrung steht immer und überall bereit. Außerdem muss man kein Geld für Babynahrung ausgeben. Doch nicht immer wird es eine entspannte Phase, die man in vollen Zügen genießen kann. Im Grunde kann jede Frau stillen, aber es kann auch einige Probleme geben. Wir geben heute ein paar Tipps, wie das Stillen gut gelingt.

Frauen sind zu wenig aufgeklärt

Frischgebackene Mütter sind häufig verunsichert und zweifeln daran, ob sie ihr Baby mit der Brust alleine ernähren können. Wenn man eine Hebamme hat, dann kann man sich nach der Geburt auch mit Fragen rund um das Stillen an sie wenden.

Viele Frauen haben Sorge, dass ihre Brüste nicht ausreichend Milch produzieren. Doch die Natur hat es so eingerichtet, dass die Nachfrage das Angebot regelt, das bedeutet, dass so viel Milch nachproduziert wird, wie das Baby bei der letzten Mahlzeit getrunken hat.

Auch eine kleine Brust spricht nicht gegen das Stillen, die Milchproduktion hat nichts mit der Größe der Brüste zu tun. Die Muttermilch enthält alle Stoffe, die das Baby zum Leben braucht, außerdem wird das Immunsystem gestärkt. Die Zusammensetzung der Muttermilch passt sich an das Alter des Kindes und die individuellen Bedürfnisse an, sie ist also nicht immer gleich.

Tipps für eine schöne Stillzeit

Damit die Stillbeziehung besonders gut und erfolgreich wird, sollte der Säugling direkt nach der Geburt zum ersten Mal angelegt werden. Am Anfang wird das so genannte Kolostrum abgesondert, eine Vorstufe der Muttermilch, dieses ist für die Abwehrkräfte des Babys besonders wichtig und ist zudem leichter verdaulich. So kann sich das Verdauungssystem des Säuglings ganz langsam an die neue Nahrung gewöhnen.

Gerade in den ersten beiden Stunden nach der Entbindung finden die Neugeborenen die Brustwarze normalerweise von ganz alleine. Die Mutter sollte beim Anlegen darauf achten, dass das Baby auch einen Teil des Warzenhofes mit in den Mund nimmt, denn wenn es nur an der Brustwarze saugt, wird das erste Wundsein nicht lange auf sich warten lassen.

Nach dem Stillen sollte man den Rest Muttermilch auf den Brustwarzen ruhig an der Luft trocknen, das beugt auch dem Wundsein vor. Sollte es dennoch einmal zu Reizungen kommen, kann eine Bestrahlung mit Rotlicht für Abhilfe sorgen.

Manchmal ist die Brust extrem voll und spannt und schmerzt dann auch leicht. Falls es noch nicht Zeit zum Anlegen ist, kann man mit den Händen etwas Milch ausstreichen, so lässt sich auch ein Milchstau vermeiden.

Ein Milchstau kann immer mal vorkommen, ist jedoch kein Grund zum Abstillen. Man kann vor dem Stillen warme Kompressen auflegen, nach dem Stillen tun kalte Kompressen gut. Häufigeres Anlegen des Babys kann auch für Linderung sorgen.

Grundsätzlich soll das Baby immer nach seinem Bedarf angelegt werden, nicht nach bestimmten Zeitabständen. Allerdings sollte man auch sicher sein, dass das Baby wegen Hunger schreit, nicht dass man es jedes Mal gleich an die Brust nimmt.

Außerdem sollten immer beide Brüste bei einer Mahlzeit angeboten werden, also wird nach etwa 10 Minuten gewechselt. Bei der nächsten Mahlzeit beginnt man dann mit der zuletzt angebotenen Brust, da dort nicht mehr so viel getrunken wurde. Beim Stillen ist Ruhe und genügend Zeit wichtig. Ist die Mutter gestresst und unruhig überträgt sich das nicht nur auf den Säugling, sondern kann auch den Milchfluss beeinträchtigen.

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