Heute schon ihr Kind gelobt?

Eltern lieben ihre Kinder. Leider nur sagen sie es ihnen meist viel zu selten. Genauso ist es viel einfacher, bei einem Fehler oder Fehlverhalten des Kindes zu schimpfen, als ein Lob auszusprechen, wenn ein Kind etwas geschafft hat. Dabei müssen Eltern gar nicht nach besonders herausragenden Erfolgen ihres Nachwuchses Ausschau halten, schon die kleinen Dinge sind es, die mit einem Lob bedacht werden sollten.
In der Fachsprache nennen sie sich „positive Verstärker“. Im allgemeinen Sprachgebrauch könnte man auch einfach ausdrücken: Je mehr ein Kind von seinen Eltern gelobt wird, desto selbstbewusster und letztlich auch erfolgreicher wird es werden. Und genau das ist es, was sich die meisten Eltern für die Zukunft ihres Kindes wünschen. Daher sollten sich Eltern jeden Tag die Frage stellen, ob sie ihr Kind schon gelobt haben. Es muss nicht immer ein schulischer Erfolg sein, oder die erste selbst gebundene Schleife. Auch wenn ein Kind seinen Teller allein abdeckt, kann dies ein Auslöser für ein lobendes „Das hast du toll gemacht. Ich danke dir!“ sein.
Leider tendieren Eltern schnell dazu, vor allem das negative erhalten ihrer Kinder zu kommentieren. Dies kann in einem Teufelskreis enden. Da das Kind das Gefühl hat, von seinen Eltern nur wahrgenommen zu werden, wenn es ein negatives oder von den Eltern unerwünschtes Verhalten an den Tag legt, wird es, wenn auch unbewusst, dies wiederholen. Wird das Kind hingegen besonders auch schon für die kleinen Dinge gelobt, so ist es für das Kind nicht nötig, die Aufmerksamkeit durch Fehlverhalten zu erlangen, eine Basis, die dem Familienleben durchaus zuträglicher ist.

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