Impfen ohne Schrecken

Nicht nur für Kinder sind Impfungen schmerzhaft und unangenehm. Doch anders als bei Erwachsenen können die Injektionen Kinder tatsächlich traumatisieren, so dass diese auch noch viele Jahre später sich vor Spritzen fürchten. Eltern können ihren Kindern dabei helfen, die Angst vor dem Pieks zu verlieren und dem unangenehmen Prozedere ein wenig den Schmerz nehmen.

Kanadische Forscher haben durch die Auswertung von insgesamt 71 Studien zur Schmerzlinderung bei Impfungen, an denen über acht tausend Kinder teilgenommen hatten, jetzt herausgefunden, wie Eltern ihren Kindern helfen können, wenn wieder einmal eine schmerzhafte Impfung ansteht. Dabei macht Kindern nicht nur die reine Sicht der Spritze mit der langen Nadel daran Angst, sondern vor allem der Schmerz bleibt noch lange im Gedächtnis. Doch gibt es einige schnelle und unkomplizierte Mittel, die zumindest den Schmerz lindern helfen.

Babys, die gestillt werden, sollten beispielsweise direkt vor und direkt nach der Impfung angelegt werden. Zum einen beruhigt der enge Hautkontakt mit der Mutter das Kind und signalisiert Sicherheit, zum anderen wirkt die süße Muttermilch nachweislich den Schmerz. Wird das Baby nicht gestillt, so kann vor der Impfung eine Zuckerlösung aus einem Zuckerwürfel in zwei Teelöffeln Wasser aufgelöst schmerzlindernd sein.

Bei älteren Kindern kann das Reiben der Haut in der Nähe der Einstichstelle der Impfung den Schmerz lindern. Dabei sollten die Kinder in einer aufrechten Haltung am besten auf dem Schoß von Vater oder Mutter sitzen. Dies wirkt zusätzlich beruhigend und gibt Sicherheit.

Aber auch die Ablenkung macht die Impfung erträglicher. Daher schon einmal für die nächste Vorsorgeuntersuchung, an die sich eine Impfung anschließt, Windräder, Seifenblasen oder das Lieblingsbuch bereit halten.

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