In Deutschland fühlen sich rund 80 Prozent der Kinder wohl

Rund 80 Prozent der Kinder in Deutschland sollen laut einer Studie von World Vision Deutschland mit den Verhältnissen in ihrem Umfeld zufrieden sein. Befragt wurden 2.530 Kinder im Auftrag des christlichen Hilfswerks von den Wissenschaftlern Klaus Hurrelmann und Sabine Andresen im Alter von sechs bis elf Jahren.

Allerdings sah sich jedes fünfte Kind der Befragten massiv benachteiligt. Klassische Risikofaktoren für ein Aufwachsen in Armut sind unter anderem fehlende Integration in den Arbeitsmarkt, ein alleinerziehendes Elternteil, oder niedrige soziale Herkunft. Kinder aus diesem Umfeld trauen sich keinen Erfolg in der Schule zu, und blicken deshalb auch negativ in die Zukunft. Viele dieser Kinder flüchten deshalb immer stärker in die Welt der Medien wie Internet und Fernsehen. Vor allem ist der Trend bei den Jungen sehr stark, wobei die Mädchen widerstandsfähiger sind und auch bereit sind gerne zu lernen.

Seit der Erhebung der ersten Studie vor drei Jahren hat sich die Kluft zwischen Arm und Reich stark ausgeweitet bezüglich der Persönlichkeitsentwicklung, des Wohlbefindens, der Bildungsperspektiven und der kulturellen Freizeitgestaltung. Es schlage sich auch im Erfolg der Kinder in der Schule nieder, wie sie ihre Freizeit verbringen, hieß es weiter.

Wenn die Eltern arbeiten gehen, fänden das die Kinder gut, meinte Hurrelmann. Und wenn die Eltern in der Gesellschaft und im Job integriert sind, fühlen sich die Kinder wohler, gab die  Erziehungswissenschaftlerin Andresen bekannt. Weiter meinte sie, dass ganz wichtig für den Nachwuchs sei, neben der selbst gestalteten Freizeit einen geregelten und geordneten Alltag zu haben. Nach sicherer Zuwendung und echtem Interesse hätten sie auch ein starkes Bedürfnis. Weniger die Quantität als die Qualität spielt dann dabei eine Rolle. Unter dem Mangel an Zuwendung leiden am meisten die Kinder von arbeitslosen Eltern.

Quelle: Focus

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