Kein Baby Schwimmen für Kinder von allergischen Eltern

Das Umweltbundesamt rät den Eltern, die unter Allergien leiden, davon ab, mit ihren Babys und Kleinkindern in Hallenbädern schwimmen zu gehen. Das gechlorte Wasser kann bei Kindern unter zwei Jahren Asthma, Atemwegserkrankungen und andere chronische Erkrankungen hervorrufen.

Schwimmen ist für Babys nicht nur beruhigend. Vor allem die Kleinsten fühlen sich im Wasser geradezu in ihrem Element. Schließlich verbringen die Babys fast neun Monate im Mutterleib im Fruchtwasser schwimmend. Bis einige Monate nach der Geburt ist den Kindern noch ein ganz natürlicher Umgang in und mit „ihrem“ Element Wasser gegeben. Gerade auch aus diesem Grund, erfreut sich das so genannte Babyschwimmen auch einer immer weiter wachsenden Beliebtheit.

Doch auf Grund einer aktuellen Studie rät das Umweltbundesamt Eltern mit allergiegefährdeten Kindern vom Besuch von Hallenbädern ab. Besonders Eltern, die bereits selbst an Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis leiden, sollten lieber auf das Hallenbad verzichten. Der Grund dafür sind gemessene erhöhte Konzentrationen von Trichloramin, welches im Verdacht steht, Asthma auszulösen. Trichloramin entsteht dabei durch die Reaktion von Chlor, welches dem Wasser in Bädern beigegeben wird zur Desinfektion, und organischen Stickstoffverbindungen wie beispielsweise Urin und Schweiß. Es steigt in die Luft und sorgt so für den in Hallenbädern typischen Schwimmbadgeruch.

In einigen Schwimmbädern wurden deutlich erhöhte Werte der Substanz Trichloramin gemessen. Besonders Babys und Kleinkinder, die noch über ein besonders sensibles Lungengewebe verfügen, sind dabei gefährdet. Besonders in den Kinderbecken wurden dabei erhöhte Werte gefunden. Dies liegt zum einen am deutlich wärmeren Wasser in den Becken, zum anderen gelangt hier auch häufiger Urin in das Wasser.

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