Kindersicherer Frühjahrsputz

Die Zahl der Kinder, die sich in jedem Jahr an Reinigern oder anderen Haushaltsmitteln vergiften, ist erschreckend. Dabei sind es oft gerade die verlockend wirkenden Farben und Düfte der Reiniger, die besonders Kleinkinder dazu verleiten, diese einmal zu probieren. Besonders während des langsam anstehenden Frühjahrsputzes müssen Eltern deshalb immer darauf achten, einige Sicherheitsmaßnahmen zu beachten, um Vergiftungen und Verätzungen vorzubeugen.

Je kleiner die Kinder, desto mehr erforschen sie noch die Welt mit allen ihren Sinnen. Dazu gehört neben dem Tast- und Geruchssinn natürlich auch der Geschmackssinn. Bei Reinigungsmitteln allerdings kann dies zu schlimmen Vergiftungen oder gar Verätzungen führen. Daher sollten generell alle Putzmittel in für das Kind nicht erreichbaren Schranken, am besten verschließbar, aufbewahrt werden. Auch sollten die Verschlusskappen eine Kindersicherung haben. Auch sind im Handel Reinigungsmittel erhältlich, die mit Bitterstoffen versetzt sind. Sollen Kinder diese doch einmal versehentlich probieren, werden sie diese augenblicklich wieder ausspucken, wodurch schlimmere Vergiftungen verhindert werden können.

Besonders gefährlich sind übrigens Entkalkungsmittel, Fleckentferner, Rohr- und WC-Reiniger. Schon ein kleiner Schluck dieser Mittel kann genügen, um zu schweren Vergiftungen und auch Verätzungen im Mund- und Rachenraum sowie in der Speiseröhre zu führen. Das sicherste, auch wenn es ein wenig lästig erscheinen mag, ist es, Reinigungsmittel sofort wieder zu verschließen und weg zustellen.

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch geschehen, dass ein Kind ein Putzmittel probiert, so darf auf gar keinen Fall dem Kind ein Getränk zur „Verdünnung“ gegeben werden. Besonders Milch und kohlensäurehaltige Getränke haben eine fatale Wirkung. Die Kohlensäure führt im Magen zu einer zusätzlichen chemischen Reaktion, die Milch lässt die Giftstoffe schneller in das Blut gelangen. Die einzige richtige Reaktion schon beim Verdacht einer Vergiftung ist die Notarztzentrale über 112 zu alarmieren.

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