Lernstress ab dem ersten Schultag?

Für die ersten Schülerinnen und Schüler beginnt ab dieser Woche wieder die Schule und damit das Ende der entspannten und vor allem lernfreien Zeit in den Sommerferien. Doch sollten Eltern wirklich darauf bestehen, dass ihre Kinder ab dem ersten Schultag wieder voll und ganz dem Lernstress ausgesetzt sind, oder ihnen ein wenig „Schonzeit“ nach der langen Ferienzeit gönnen?

Der erste Schultag nach den Ferien ist für Eltern wie Kinder immer ein ganz besonderer Tag, leider meist auch ein besonders stressreicher. Nach der langen Zeit der Sommerferien und des langen Ausschlafens fällt es vielen Kindern schwer, sich wieder in den gewohnten Alltag einzufinden. Auch von der Schule her wird an diesem Tag meist erst einmal wenig gemacht, Hausaufgaben sind allerdings dennoch meist auch schon am ersten Tag die Regel. Eltern sollten daher nicht gleich am ersten Schultag von ihren Kindern wieder die volle Aufmerksamkeit und Energie für die Schule erwarten oder gar verlangen. Die ersten Tage können ruhiger angegangen werden.

Ab spätestens aber der zweiten Schulwoche sollte wieder lernen am Nachmittag einen festen Platz einnehmen. Besonders für Schüler der vierten Grundschulklasse gilt schon im ersten Schulhalbjahr, die vorhandenen guten Noten zu halten oder gegebenenfalls schlechte Noten aus dem letzten Zeugnis zu verbessern. Dies geht aber nur, wenn schon im ersten Halbjahr der letzten Klasse der Grundschule konsequent gelernt wird. Das Halbjahreszeugnis abzuwarten, ehe mit dem verstärken Lernen begonnen wird, würde die Kinder unter einen großen Leistungsstress setzen, der sich letztlich eher gegenteilig auswirken wurde.

Das kontinuierliche Lernen fast vom ersten Schultag an bietet den Kindern zusätzlich die Möglichkeit, sich auf das Leistungspensum und die zunehmenden Anforderungen der weiterführenden Schule vorzubereiten und fördert somit gleichzeitig die Fähigkeiten des selbstständigen Lernens.

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Eine Antwort to “Lernstress ab dem ersten Schultag?”

  1. Franz Josef Neffe sagt:

    LERNEN kommt von germ. LAISTI = DIE FÄHRTE und bedeutet: eine Fährte des Lebens verfolgen, Erfahrungen sammeln. Leider wird das gerade durch das Beibringen, Vermitteln und Unterrichten der Schule meist erschwert bis verhindert. Welchen Sinn macht es noch, wenn einem alle Blumen eines Weges beigebracht worden sind, diese Fährte zu verfolgen??? Als Ich-kann-Schule-Lehrer muss ich fast staunen, wie die Pädagogik oft Chancen vernichtet.
    Wenn Neugier und Interesse durch formale Quälereien kaputt gemacht worden sind, was bleibt dann anderes übrig, als sich von solchen Vorgaben abzunabeln und mit dem Kind zu Hause noch einmal etwas Neues zu entdecken, was die Sache interessant macht und ZIEHT?
    Der DRUCK in unseren Schulen verhindert Wachstum. Druck staut Probleme zurück statt sie zu lösen. Druck verhindert Persönlichkeitsentwicklung oder deformiert sie. Drum ist SOG das Grundprinzip der Ich-kann-Schule. Wenn es mich ZIEHT, löst sich der Stress auf und die Kräfte entfalten sich und wachsen. Sog löst. Sog richtet auf. Sog macht wachsen. Mit Sog können wir die Kräfte punktgenau lenken, mühelos. Also lasst uns doch ausschauen nach allem, was ZIEHT!
    Nicht davon, dass ich die Kräfte in eine Schablone zwänge, werden diese satt und stark und motiviert, sondern dadruch dass sie etwas zu essen bekommen. Wir füttern immer nur den Körper und lassen die Kräfte von geist und Seele hungern. Wenn wir also eine stressfreie Entwicklung der Kräfte & talente wollen, sollten wir sie uns nicht zu Feinden machen sondern sie als unsere besten Freunde behandeln. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

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