Mit einer Ernährungsempfehlung soll Übergewicht frühzeitig verhindert werden

An Übergewicht und Allergien leiden immer mehr Kinder. Gegen übermäßige Pfunde sollte deshalb schon bei Babys entgegengewirkt werden, schlägt die Verbraucherministerin Ilse Aigner vor. Eine einheitliche Ernährungsempfehlung für Eltern, die gemeinsam von Experten und dem Ministerium entwickelt wurde, gibt es künftig bundesweit. Das Ministerium teilte dazu mit, dass das Risiko von Übergewicht und Erkrankungen deutlich reduziert werden könne – durch einen gesunden Lebensstil und die richtige Ernährung.
Vor allem für das Stillen wird in den Empfehlungen geworben. Dieses sei in den ersten Lebensmonaten für Säuglinge die beste Form der Ernährung. Unter anderem könne dadurch das Risiko für Mittelohrentzündung, Durchfall oder späteres Übergewicht des Kindes gesenkt werden. Für die Gesundheit der Mutter wirkt sich nach Einschätzung des Netzwerks „Junge Familie“ das Stillen ebenfalls positiv aus. Die Ernährungsexperten und Kinderärzte, aus dem unter anderem das Netzwerk besteht, raten auch, wenn eine Mutter nur teilweise oder gar nicht stille, sollte das Baby industrielle Säuglingsmilch bekommen. Immer frisch müsse die Nahrung zubereitet werden. Die Fachleute empfehlen hypoallergene Säuglingsnahrung (HA-Nahrung), wenn das Kind nicht gestillt werden kann, weil ein erhöhtes Allergierisiko vorliegt. Doch werde häufig deren Schutzeffekt überschätzt.

Die Parlamentarische Verbraucherstaatssekretärin Julia Klöckner sagte, dass junge Familien mit vielen widersprüchlichen Informationen konfrontiert und stark verunsichert werden. Gerade für die ersten Lebensjahre der Kinder wird den Eltern die Sicherheit mit den neuen, bundesweit einheitlichen Handlungsempfehlungen gegeben.

Quelle: Focus

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