Nächtliches Einnässen ist normal

Bild: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Jedes Kind wird trocken, das eine früher, das andere später. Doch nur weil ein Kind bereits tagsüber ohne Windel auskommt, bedeutet dies noch lange nicht, dass es auch nachts bereits zuverlässig ohne eine Windel auskommt. Oft müssen Eltern feststellen, dass am Morgen das Bett nass ist. Doch dies ist zunächst kein Grund zur Beunruhigung, meist handelt es sich um das sogenannte „verlängerte nächtliche Einnässen“.

Zunächst einmal können alle Eltern, deren Kinder nachts noch nicht trocken sind, beruhigt werden. Meist brauchen Kinder, die in einem Alter von über fünf noch ins Bett machen, nur ein wenig länger um trocken zu werden. Fast zehn Prozent aller Schulanfänger machen nachts noch ins Bett.

Am wichtigsten für alle Mitglieder der Familie ist dabei, weder Stress aufzubauen, dass das Kind endlich auch nachts trocken wird, noch mit Verärgerung darauf zu reagieren. Dem Kind ist es ab einem gewissen Alter selbst mehr als peinlich, wenn es morgens in einem nass gepischten Bett aufwacht.

Dennoch sollte beim Kinderarzt das Thema frühzeitig zur Sprache gebracht werden und nicht aus Scham geschwiegen werden. Beim Kinderarzt kann dann, besonders, wenn das Kind tagsüber schon lange trocken ist, des nachts aber regelmäßig einnässt, versucht werden, die Ursachen heraus zu finden. Diese können von psychischen bis physischen Ursachen reichen.

Häufig haben die Kinder, die nachts einnässen einen besonders tiefen Schlaf und produzieren des nachts besonders viel Urin. Eigentlich sollte aber die Urinproduktion nachts herunter gefahren sein. Verantwortlich hierfür ist ein Mangel an einem Hormon. In einem solchen Falle kann mittels Medikamenten versucht werden, die Produktion dieses Hormons künstlich anzuregen. Im Laufe der Zeit kann das Medikament dann langsam abgesetzt werden, bis der Körper dieses zuverlässig allein produzieren kann.

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