Pubertät überstehen ist nicht einfach

Bild: Jerzy/pixelio.de

Die Zeit der Pubertät kommt immer, so sehr sich Eltern auch oft wünschten, es wäre nicht so und ihr süßes Baby, das zu einem durchaus niedlichen und freundlichen Kind herangewachsen ist, würde nicht zwangsläufig auf der Schwelle zwischen Kind und Jugendlichem plötzlich zu einem völlig fremden Wesen mutieren. Genauso zumindest erleben viele Eltern ihre pubertierenden Kinder, diese aber nicht selten umgekehrt auch genauso ihre Eltern.

Leider gibt es kein Patentrezept, welches man Eltern von pubertierenden Kindern an die Hand geben könnte, denn so individuell wie jeder Mensch, so verläuft auch die Pubertät eines jeden Heranwachsenden. Dennoch müssen sich in dieser zeit nicht nur Eltern den unvermeidlichen Konflikten mit ihren Kindern stellen, auch die Pubertierenden müssen wieder neu lernen, mit ihren Eltern umzugehen. Für Eltern ist es dabei zugegeben schwer, die Balance zwischen Grenzen und Freiräumen neu zu definieren und vor allem auch einen Weg zu finden, ihre Kinder los lassen zu können, ihnen aber zugleich Sicherheit und Halt zu bieten.

Ein Erziehungswissenschaftler beschrieb Kinder, die in die Pubertät kommen, einmal mit einem Hummer, dem einzigen Lebewesen außer dem Menschen, der eine Art von Pubertät durchlebt. Dem Hummer wächst zuerst das Fleisch und dann der Panzer. Verletzlich wie er ist, zieht er sich um zu überleben in tiefe dunkle Höhlen am Meeresgrund zurück, wo Fleisch und Panzer wachsen können. Ähnlich ziehen sich auch Kinder, die in die Pubertät kommen, gern zurück, ihre Höhle ist dabei ihr Zimmer. Von der Außenwelt grenzen sie sich nicht zuletzt auch dadurch ab, dass sie häufig erst einmal alles ausgrenzen, was an Werten und Vorstellungen für die Eltern gilt.

Auch wenn es in diesem Alter am schwersten scheint, weiterhin konsequent an Regeln und Grenzen festzuhalten, auch wenn diese gegebenenfalls neu gesetzt werden, Eltern kommen nicht umher, dies zu tun.

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