Rauchverbot auch im Auto?

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Foto: SuperFantastic / flickr.com

Jeder Mensch, der raucht, setzt seinen Körper damit einer Vielzahl giftiger Stoffe aus. Doch nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Umgebung. Durch das so genannte Passivrauchen nehmen Nichtraucher ebenfalls schädliche Stoffe auf. Besonders gefährlich ist dies für Kinder, wenn ihre Eltern in ihrer unmittelbaren Umgebung rauchen. Britische Ärzte machen jetzt mobil und fordern ein Rauchverbot in Autos, da dort die Giftstoffe noch weit höher konzentriert sind, als in beispielsweise Kneipen.

Kaum eine Mutter oder ein Vater würde auf die Idee kommen, das Kind in eine verrauchte Kneipe mitzunehmen. Doch was viele Eltern nicht bedenken ist, dass auch das rauchen in der eigenen Wohnung oder noch schlimmer im eigenen Auto dem Kind größten Schaden zufügen kann. Besonders bei langen Autofahrten kommt es häufig vor, dass Eltern, auch wenn Kinder im Auto sitzen, zur Zigarette greifen. Alibihaft wird dann beim Rauchen das Fenster ganz oder zumindest zum größten Teil herunter gelassen. Doch die Schadstoffkonzentration im Innenraum ist dennoch um ein vielfaches höher, als in einer Raucherkneipe.

Daher macht der Britische Ärzteverband nun mobil. In einem Aufruf an die Regierung fordern sie ein generelles Rauchverbot in Fahrzeugen. Auf der Grundlage mehrerer wissenschaftlicher Studien schätzen die Ärzte die giftigen Stoffe, denen Menschen in verrauchten Autos ausgesetzt sind, um bis zu 23 Mal mehr ein, als in Kneipen. Lange wird es vermutlich nicht dauern, bis auch in Deutschland erste Stimmen ebenso ein Rauchverbot in Fahrzeugen verlangen.

In allererster Linie aber sollte an das Gewissen der Eltern appelliert werden, ihr Kind nicht wissentlich schädlichen Stoffen auszusetzen. Bei langen Autofahrten profitieren Eltern und Kinder von Pausen, in denen auch außerhalb des Fahrzeuges geraucht werden könnte, bei Kurzstrecken kann die Sucht genauso gut auch einmal für 15 Minuten unter Kontrolle gehalten werden.

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