Schlafstörungen können auch organisch sein

Symbolbild: Stefan Latz/pixelio.de

Die Geburt eines Babys verändert die Welt der Eltern komplett. Plötzlich steht das Baby 24 Stunden im Mittelpunkt. Besonders auch in der Nacht, denn es gibt kein Kind, was von der Geburt an einen eingebauten Schlafrhythmus hat. Dieser muss sich erst finden. Allerdings können langwierige Schlafstörungen auch organische Ursachen haben.

Nach einigen Monaten durchwachter Nächte wünschen sich viele frisch gebackene Eltern sicherlich, dass ein Baby mit einem eingebauten Tag- Nachtrhythmus auf die Welt kommen oder zumindest endlich durchschlafen würde. Bei rund 90 Prozent aller Kinder dauert es etwa sechs Monate, bis die erste Nacht tatsächlich durchgeschlafen wird. Dies ist dadurch begründet, dass erst ab etwa dem dritten Monat der Körper des Kindes damit beginnt, das Schlafhormon Melatonin zu produzieren.

Doch wenn das Kind auch später nicht zu einem festen Schlafrhythmus findet, kann dies unter anderem auch organische Gründe haben, unter denen etwa zwei bis drei Prozent aller Säuglinge und Kinder leiden. Am häufigsten sind dabei obstruktive Schlafapnoen, kurz OSAS genannt. Hierbei handelt es sich um Atemprobleme beim Schlafen, deren Symptome meist leicht zu erkennen sind. Schläft das Kind mit weit geöffnetem Mund, schnarcht es oder zieht es beim Schlafen verstärkt den Brustkorb ein, so kann dies auf OSAS hindeuten. In einem solchen Falle sollte mit dem Kinderarzt über das Problem gesprochen werden, denn meist tragen hierfür Mandeln oder Polypen, die schnell und einfach entfernt werden können, die Schuld. Unbehandelt können die Schlafapnoen zu schwerwiegenden Folgeerscheinungen führen, da auf lange Sicht auch Herz und Lungen in Mitleidenschaft gezogen werden.

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