Schnuller kontra Daumen

Foto: Lisa Schwarz/pixelio.de

Babys beginnen bereits etwa ab dem fünften Monat im Mutterleib zu saugen. Auch nach der Geburt können sich die Kinder auf diese Weise selbst beruhigen, denn mit dem saugen ist zugleich die Nähe zur Mutter als das Gefühl von Geborgenheit verbunden. Viele junge Eltern jedoch sind unsicher, ob es besser ist, dem Baby einen Schnuller oder doch den eigenen Daumen zu zu gestehen.

Der eigene Daumen bietet Babys und Kleinkindern ebenso wie den Eltern sicher den Vorteil, immer verfügbar zu sein und nicht verloren gehen zu können. Allerdings überwiegen die Nachteile deutlich. Ein Schnuller kann gemeinsam mit dem Kind zu einem späteren Zeitpunkt in einem kleinen Ritual „entsorgt“ werden. Die Versuchung, doch noch einmal auf den Sauger zurück zu greifen, ist damit nicht vorhanden. Anders beim Daumen. Doch aus medizinischer Sicht sollte vom Daumenlutschen abgesehen werden, da es eine falsche Entwicklung des Kiefers begünstigt.

Schnuller jedoch ist nicht gleich Schnuller. Zum einen muss die Größe auf die des Kindermundes angepasst sein, zum anderen ist die runde Schnullerform ungeeignet, da die Zunge nicht genug Spielraum bekommt, sich zu bewegen. Zungentraining aber ist entscheidend für die spätere Sprachentwicklung und um den richtigen Lippenschluss zu ermöglichen. Daher sollte der Schnuller unten abgeflacht und im oberen Teil abgerundet sein. Als Material ist Latex dem Silikon vorzuziehen, da es weicher ist. Um ein Verschlucken des Saugers zu verhindern, muss der Schnullerschild immer größer als der Mund sein.

Zum Schluss noch zwei grundsätzliche Hinweise zum Thema Schnuller. Eltern sollten den Schnuller nie selber in den Mund nehmen, da auf diese Weise Keime ungewollt an das Baby weitergegeben werden. Auch darf der Schnuller nicht im Dauereinsatz sein, um eine gesunde Entwicklung der Sprache und auch des Kiefers zu ermöglichen.

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