Schüler unter Druck

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Bild:pixelio.de/Dieter Schütz

Die meisten Kinder und ihre Eltern machen derzeit eine Verschnaufpause und geniessen die Ferien. Doch bald schon beginnt wieder die Schule und damit auch die Hausaufgaben. Immer häufiger sind Schüler mit dem zu Hause zu leistenden Pensum überfordert und darauf angewiesen, von den Eltern tatkräftig bei der Lösung der Aufgaben unterstützt zu werden.

Hausaufgaben sollen dazu da sein, das in der Schule vermittelte Wissen zu vertiefen und zu festigen. Immer öfter allerdings schaffen die Schüler es nicht, diese Aufgabe ohne die Hilfe der Eltern zu lösen. Eltern wiederum bringt dies in eine Zwickmühle. Zum einen wollen sie, dass ihre Kinder in der Schule mitkommen und gute Noten schreiben, um im späteren Leben die Chance zu haben, den Wunschberuf ergreifen zu können. Andererseits ist ihnen klar, wie auch von vielen Schulen propagiert, dass ihre Kinder allein die Hausaufgaben lösen sollen.

Der gestiegene Leistungsdruck und ein mehr an Hausaufgaben spiegelt sich auch in den Zahlen einer Forsa Umfrage des vergangenen Jahres wieder. So gab nur 16 Prozent der Eltern an, keine Hilfe bei den Hausaufgaben oder dem Lernen zu leisten. Dagegen stehen die Zahlen von 25 Prozent der Eltern, die in der Woche bis zu zwei Stunden den Kindern bei den Aufgaben helfen, bei 32 Prozent sind es sogar zwischen zwei bis sechs Stunden wöchentlich und immerhin 20 Prozent investieren mehr als sechs Stunden in der Woche für die Hausaufgabenhilfe.

Die Schulministerin des Landes Nordrhein-Westfalen macht nun einen Vorstoß, um ein wenig des Drucks von den Schülern zu nehmen. Dies kann nach ihrem Vorschlag über weniger Hausaufgaben und einen abgespeckten Lehrplan geschehen. Unterstützung erhält sie dabei auch von der Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in NRW, die anmerkt, dass die Anforderungen an die Schüler in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind.

Quelle

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