Schwangerschaftsvergiftung: Weltweit erste geglückte Blutwäsche

Bei der Behandlung der sogenannten Schwangerschaftsvergiftung ist möglicherweise der Uniklinik Köln ein entscheidender Durchbruch gelungen. Die Klinik teilte mit, dass in dem Krankenhaus bei den ersten beiden Patientinnen das schädliche Eiweiß aus dem Blut entfernt wurde. Weltweit sind das die ersten Erfolge.

Bei etwa fünf bis acht Prozent aller Schwangeren taucht die Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) auf, die mit Verlust von Eiweiß im Urin und erhöhtem Blutdruck verbunden ist. Diese Erkrankung kann nicht nur für die Mutter lebensgefährlich sein, sondern auch für das Kind. Bis zu 80% betrage die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind je nach Schwangerschaftswoche behindert auf die Welt komme, oder bei der Geburt sterbe. Bislang wurde das Baby vorzeitig mit Kaiserschnitt geholt, damit das Leben von Mutter und Kind geschützt wurde. Von einem sensationellen Durchbruch sprechen nun die Mediziner.

Nach Angaben eines Sprechers der Uniklinik Köln trägt das „sFlt1“ zur Entstehung der Krankheit bei. Ist dieser Wert hoch, dann ist auch das Risiko hoch, an einer Schwangerschaftsvergiftung zu erkranken. Das Eiweiß aus dem Blut zu waschen ist in einer gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler der Harvard Medical School in Boston und den Experten der Uniklinik Köln gelungen.

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