Selbstbewusstsein schützt Kinder

Foto: Timo Hermann

Immer wieder wird in den Medien von sexuellen Übergriffen auf Kinder berichtet. Eltern verunsichern diese Berichte zusehends, denn die Frage stellt sich, wie die Kinder davor geschützt werden können. Doch brauchen Eltern ihre Kinder nicht zu kleinen Judo oder Karate Kämpfern ausbilden zu lassen, denn Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen schützt die Kinder auch in solchen Situationen.

Sicherlich gibt es immer wieder Berichte über Gewalt gegen Kinder, auch mit sexuellem Hintergrund, wo auch die selbstbewußtesten Kinder machtlos sind. Diese bilden jedoch die Ausnahme. Es ist eben meist nicht der Fremde, der Kinder mit Gewalt in sein Auto zerrt oder der unbeobachtet ein Kind entführt. Meist sind es dem Kind nahe stehende Menschen, die zu Tätern werden. Gerade hier ist es wichtig, das Kinder ein gutes Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen haben, um auch gegenüber diesen Personen klar „Nein!“ sagen zu können.

Studien gehen davon aus, dass jedes vierte bis fünfte Mädchen und jeder zwölfte Junge bis zu einem Alter von 14 Jahren von sexueller Gewalt betroffen ist. Dabei zieht sich die Gewalt durch aller sozialen Schichten, Kulturen und Religionen. Dabei beginnt der Missbrauch langsam. Die Täter „testen“ gewissermaßen, wie weit sie gehen können. Genau an diesem Punkt setzt das gestärkte Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen ein.

Für Eltern bedeutet dies, ihre Kinder altersgerecht über Sexualität zu informieren und ihnen gleichzeitig auch dabei klar zu machen, das der Intimbereich ihr ganz eigener Bereich ist. Auch sollten die Lebenskompetenzen gestärkt werden. Vor allem eins sollten gerade Eltern nicht vergessen. So wie sie selbst, so hat auch das Kind ein Recht auf eigene Gefühle und eigene Grenzen, die auch für die Eltern einzuhalten sind.

One Response to Selbstbewusstsein schützt Kinder

  1. Pascale sagt:

    JA- das ist schön und gut! Ich gebe und gab meinen Kindern die Möglichkeit zur freien Entscheidung und Entfaltung ihrer Möglichkeiten und stelle fest, dass der Grosse mit nunmehr 15jahren tatsächlich fest im Leben steht und Selbstbewusstsein hat -> das verstehe ich nun so, dass ich in meiner Aufgabe als Mutter gute Arbeit geleistet hatte.
    Doch nebenan zu sehen, dass Kinder in meiner Obhut stehen seit dem 5. resp. 3.Lebensjahr und ich meine Sicht- und Erziehungsrichtung immer wieder den Umständen neu angepasst habe, mich mit besagten Kindern über kleinste Fortschritte gefreut habe und nun nach 6 Jahren täglichen Zusammenlebens feststellen und aufgeben muss, dass beider Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen überhaupt nicht existiert und trotz aller Bemühungen auch seitens des leiblichen Vaters untergraben und unterdrückt wurde…. wie soll sich so ein Kind gegen irgendwas noch schützen können? Deren Seele schutzlos und hilflos nicht nur der Willkür nächster Anverwandter sondern zudem noch in die Mühlen halbinformierter Jugendhilfen ausgeliefert sind…

    Macht für Kinder! Ihre Fantasien und Ideen sind unsere Zukunft! Es gibt nichts wichtigeres

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