So klappt auch Löffel und Brei

Foto:flickr.com/Thorsten Mangner

Ab einem Alter von etwa sechs Monaten reicht einem Baby für sein Wachstum die reine Muttermilch oder Ersatzmilch nicht mehr aus. Viele Kinder jedoch verweigern zunächst die ungewohnte Nahrung, verweigern den Löffel und Brei. Viele Mütter und Väter sind enttäuscht, wenn die Einführung der Beikost nicht auf Anhieb klappt. Sie machen sich Sorgen, ob ihr Baby genügend Nährstoffe erhalte, ob das Essen falsch schmecke und immer wieder die bange Frage der jungen Eltern : „Was mache ich falsch?“
Letztlich ist es jedoch so, dass der Brei für da Kind eine völlig neue Herausforderung darstellt. Nicht nur der Geschmack, auch die Konsistenz der neuen Nahrung fühlt sich auf der Zunge des Babys anfangs völlig fremd an. Auch stellt die Mutterbrust oder das Fläschchen bei der Nahrungsaufnahme einen engen Körperkontakt zur Mutter her, etwas, was bei Löffel und Brei entfällt.
Alice Semmler, eine der Beauftragten für „Stillen und Ernährung“ des Hebammenverbandes, rät Eltern bei dem für das Baby so großen Schritt von der Milch zum Brei vor allem zur Ruhe. Der günstigste Zeitpunkt, zu dem das Kind den Löffel und den Brei kennen lernen sollte, liege zwischen zwei Milchmahlzeiten. Zu diesem Zeitpunkt sei das Baby am ehesten gewillt, sich darauf einzulassen. Hungrige Kinder streben dagegen nach Erfüllung eines Grundbedürfnissen, nicht aber nach einem Experiment.
Wichtig auch, so Alice Semmler, dem Baby Zeit zu lassen, sich an ein Nahrungsmittel zu gewöhnen. Lehne ein Baby den Brei ab, so liege es nicht daran, dass das Kind den Geschmack nicht möge, sondern einfach daran, dass es noch nicht begriffen habe, was es damit anfangen sollte. Wenn nach einem Zeitraum von zwei Wochen das Kind immer sich noch immer den Brei verweigere, so könne das Experiment Beikost für einige Wochen ruhen, ehe ein neuer Versuch, vielleicht unter günstigeren Bedingungen gestartet werde, so Alice Semmler.
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